Manier

Die Manier, Plural Manieren; von französisch la manière: «Art und Weise», zu lat. manus: «Hand».

Singular

In Kunst und Literatur bezeichnet Manier (fast nur im Singular) die persönliche Eigenart, die «Hand(schrift)» eines Künstlers; so wollen z.B. E. T. A. Hoffmanns Erzählungen «in Callots Manier» in der Art Callots geschrieben sein. Die Manier wird ursprünglich gegen den Stil abgegrenzt, der allgemeiner die Eigenart einer ganzen Kunstrichtung bezeichnet. Heute wird Stil allerdings oft im Sinne von Manier gebraucht, so dass der Unterschied verschwindet.

Insbesondere oft abwertend: gesuchte Eigenart, Künstelei; vgl. Manierismus.

Plural

Fast nur im Plural wird Manieren im Sinne von Umgangsformen, (gutem) Benehmen, (guten) Sitten o.ä. gebraucht, so in den Redewendungen «jemandem Manieren beibringen», «er/sie hat (keine) Manieren» etc.

Musik

Seit Ende des 17. Jahrhunderts werden zudem musikalische Verzierungen wie Triller oder Vorhalte als Manieren bezeichnet. Carl Philipp Emanuel Bach widmet diesen in seinem «Versuch über die wahre Art das Clavier zu spielen» ein umfassendes Kapitel.

See also: Manier, Carl Philipp Emanuel Bach, E. T. A. Hoffmann, Manierismus, Plural, Singular, Stil, Triller, Umgangsformen, Vorhalt (Musik)