Manuainseln
Die Manuainseln (auch Manu'a geschrieben) sind eine zu Amerikanisch-Samoa gehörende Inselgruppe. Sie umfassen die zweit-, die dritt- und die viertgrößte Insel des Territoriums: Tau (auch: Ta'ū, 45,7 km² groß), Ofu (7,5 km²) und Olosega (5,4 km²) sowie das kleine unbewohnte Nu'utele Island und liegen etwa 100 km östlich von Tutuila, der Hauptinsel Amerikanisch-Samoas. Ofu und Olosega sind durch eine Sandbank miteinander verbunden. Der Hauptort der Manuainseln ist Luma auf Tau.
Die drei Inseln sind vulkanischen Ursprungs und berühmt für ihre spektakuläre, üppig bewachsene Berglandschaft und ihre Sandstrände. Der Berg Mount Lata auf Tau ist mit 969 m (in anderen Quellen: 995 m) die höchste Erhebung in Amerikanisch-Samoa; die Klippen der Insel erreichen Höhen bis über 350 m. Auf den Manuainseln leben in kleinen Dörfern insgesamt etwa 5.000 Einwohner, die fast alle Polynesier sind. Im Jahre 1904 kamen die Inseln unter US-amerikanische Herrschaft. Die Inseln Tau und Ofu verfügen über Flugplätze; es bestehen regelmäßige Flugverbindungen in die Hauptstadt Pago Pago. Große Teile der Inselgruppe gehören seit 1988 zum Nationalpark von Amerikanisch-Samoa.
Die amerikanische Anthropologin und Ethnologin Margaret Mead lebte als junge Forscherin für einige Zeit im Dorf Luma auf Tau und studierte dort die traditionelle samoanische Gesellschaft.
Im Februar 2005 wurden die Manuainseln durch einen tropischen Zyklon schwer getroffen. Besonders in den Dörfern Ta'u und Faleaso entstand großer Sachschaden.
Weblinks
- kurze Beschreibung (Englisch)
- travelwizard.com (Englisch)
- Landkarte der Manuainseln
- Seite über den Nationalpark (Englisch)
