Manufacturing Resources Planning

Das von Oliver Wight u.a.entwickelte MRP II-Konzept (Manufacturing Resource Planning) stellt der Produktionsprogrammplanung (siehe MRP I) , weitere Planungsebenen voran. Die Geschäftsplanung und die Absatzplanung setzen die langfristige Strategien für die Produktion um. Dabei wird auf einer groben Ebene (Warengruppenebene, Monatsraster) das Produktsortiment prognostiziert und geplant und mit den groben Kapazitätsdaten (z.B. auf Maschinengruppenebene) abgeglichen. Diese Planungen werden rollierend immer wieder überarbeitet.

Die American Production and Inventory Control Society (APICS) definiert MRPII wie folgt:

Die langfristige und strategische Planung gewinnt in MRP II an Bedeutung, sie beginnt bereits mit der Geschäftsplanung und dem Absatzplan. Die Planung gewinnt mehr Gewicht gegenüber der Steuerung. Die nächste Planungsebene, das Produktionsprogramm ist dann Ausgangspunkt für die innerhalb des MRP I-Konzeptes durchzuführenden Planungsschritte mit ihrer Trennung zwischen Mengen- und Terminplanung (siehe MRP).

Kritisch bleibt festzuhalten, daß MRP II eines der ersten erfolgreichen Schlagworte der Softwareindustrie war, plötzlich genügte nicht mehr MRP oder PPS, es mußte MRP II sein. In weiten Bereichen genügten geringfügige Erweiterungen der bekannten PPS-Anwendungen um hierarchisch ablaufende Planungsmodule, natürlich verbunden mit einem Taufakt auf MRP II.

See also: Manufacturing Resources Planning, Material Requirement Planning, Produktionsprogramm