Manzana de los Jesuitas
Die Manzana de los Jesuitas ist ein Häuserblock in der argentinischen Stadt Córdoba, der mehrere von den Jesuiten im 17. Jahrhundert erbaute Baudenkmäler enthält und seit 2000 zum Weltkulturerbe der UNESCO gehört. Der Block liegt direkt im Zentrum unweit der Plaza San Martín.
Baudenkmäler im Einzelnen
- Konvent Santa Teresa, nicht zu verwechseln mit einem unweit gelegenen gleichnamigen Kloster. 1687 aus einem normalen Wohnhaus renoviert, befindet sich seit 1980 hier ein Museum, in dem man die alten Räume beobachten kann (Kapelle, Sakristei, Krypta).
- Kirche Compañía de Jesús. Sie ist die älteste noch erhaltene Kirche Argentiniens (1671 erbaut). Der Altar stammt aus dem peruanischen Cuzco. Links der Kirche befindet sich in einer ebenfalls aus dieser Zeit stammenden Kapelle heute der Graduiertensaal der Universität von Córdoba.
- Kapelle der Jesuitenresidenz ebenfalls aus dem Jahr 1671, eines der Meisterwerke der argentinischen Kolonialarchitektur
- Rektorat der Universität von Córdoba, 1613 gegründet, mit einer prachtvollen weißen Fassade und einem quadratischen Patio.
- Colegio Convictorio de Nuestra Señora de Montserrat. 1687 von den Jesuiten erbaut, residierte hier eine bedeutende Schule. Heute existiert die Schule immer noch, sie hängt jedoch von der Universität von Córdoba ab. Derzeit (Stand: Juni 2005) Renovierung.
Weiterhin befindet sich im selben Häuserblock in einem Bau aus dem 19. Jahrhundert das Paläontologische Museum, das u.a. ein Fossil der heute ausgestorbenen, größten Spinne der Welt beherbergt (34 cm lang).
