Maremma

Die Maremma ist eine Landschaft in Mittelitalien und umfasst Teile der mittleren und südlichen Küste der Toskana und des nördlichen Latiums.

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Die Küste der Maremma

Das Gebiet war ursprünglich Sumpfland und wurde von den Römern teilweise trockengelegt. Im Mittelalter versumpfte das Gebiet jedoch erneut. Bis ins letzte Jahrhundert wurden die Bewohner von Malaria heimgesucht. Daher wurden bereits vor der Trockenlegung viele Städte von den Etruskern auf Hügeln im Hinterland errichtet wo die Malaria kein Problem war.

Nach dem Ende der Römerherrschaft verkam das Entwässerungssystem im Laufe des Frühmittelalters und die Maremma wurde für mehr als ein Jahrtausend erneut ein ungesundes, sumpfiges, malariaverseuchtes Terrain. Einige Städte, die in der Römerzeit prosperierten, gingen komplett zugrunde.

Ab dem späten 19ten Jahrhundert und verstärkt in den 1930er-Jahren wurde die Maremma erneut drainiert. Heute dominiert die Landwirtschaft und der Tourismus. Die Weine der Maremma sind sehr im Kommen, alle bekannten italienischen Weingüter haben sich Anbauflächen gesichert und produzieren qualitativ hochwertige Weine (siehe auch den Artikel Weinbau in Italien). Größte Stadt ist Grosseto.

In den letzten Jahren setzt der Tourismusverband sehr stark auf den sanften Tourismus, das heißt es werden keine großen Hotelbauten oder erhebliche landschaftliche Einschnitte erlaubt oder gar gefördert. Das typische Angebot sind die sogenannten Agriturismi (Einzahl: Agriturismo), hier gibt es vom einfachen Podere (ehemaliges Bauernhaus) bis zur Fattoria (Gutshaus) unzählige sehr gute Angebote, die sich besonders für den Urlaub mit Kindern eignen. Allerdings ist das Preisniveau im Gegensatz zu anderen italienischen Küstenregionen sehr hoch.

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