Margaret Mead

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Margaret Mead (* 16. Dezember 1901 in Philadelphia, Pennsylvania; † 15. November 1978 in New York) war eine US-amerikanische Anthropologin und Ethnologin. Margaret Mead gilt als eine der entschiedensten Vertreterinnen des Kulturrelativismus im 20. Jahrhundert. Sie vertrat die Auffassung, dass Sozialverhalten formbar und kulturbestimmt sei. Besonders in den 1960er Jahren waren ihre Arbeiten sehr populär. Nach und nach hat man allerdings begonnen, ihre wissenschaftliche Seriosität stark anzuzweifeln. Sie war verheiratet mit Gregory Bateson.

Human diversity is a resource, not a handicap

Margaret Mead
Inhaltsverzeichnis

Leben

Margaret Mead wuchs in einer liberalen Familie auf, in der ihre intellektuelle Neugier gefördert wurde und sie wurde von ihren Eltern immer dazu angehalten, eigene Ideen zu entwickeln. Sie studierte an der Columbia University bei Franz Boas und Ruth Benedict.

1925 reiste sie, als junge Anthropologin, alleine nach Samoa, wo sie junge Mädchen an der Stufe zum Erwachsenwerden studierte. Mit einigem Erstaunen hielt sie fest, dass die bis dahin als starr geltenden sozialen Rollen kulturell vorgegeben waren und nicht - wie bisher allgemein angenommen - für alle Menschen allgemeingültig waren. 1978 stellte Derek Freeman allerdings fest, daß er Meads Ergebnisse nicht bestätigen konnte. Anders als Mead, war Derek Freeman der samoanischen Sprache kundig. Seitdem stellt sich die Frage, ob Mead Fakten bewußt verdreht und gefälscht hatte, ob sich die samoanische Gesellschaft in fünfzig Jahren wirklich so stark verändern konnte oder ob das Geschlecht der Forscher in diesem Fall eine größere Rolle spielte, das heißt, Mead und Freeman als weibliche beziehungsweise männliche Forscher unterschiedliche Perspektiven der selben Gesellschaft zu Gesicht bekamen.

Weltberühmt wurde sie durch ihre Forschungsreisen von 1931 nach Neuguinea, wo sie die Stämme der Arapesh, Tchambuli und Mundugumor erforschte und aus ihrem Material folgerte, dass die uns bekannten Geschlechterrollen kulturell bedingt seien und nicht genetisch vorgegeben. Sie war die erste Person, die diese Tatsache empirisch zu belegen schien und gab damit den gesamten Sozialwissenschaften neue Impulse.

Während des Zweiten Weltkrieges musste sie ihre Forschungsreisen in die Südsee unterbrechen, wodurch sie sich jedoch nicht von weiteren Forschungstätigkeiten abhalten ließ. Gemeinsam mit Ruth Benedict wandte sie früh anthropologische und ethnologische Methoden zur Erforschung moderner Kulturen an. Um ihre Vergleiche zwischen den Kulturen zu vertiefen und weitere Forscher zu solchen Vergleichen zu animieren, gründeten die beiden Ethnologinnen das Institute for Intercultural Studies.

Insgesamt erforschte Mead sieben Kulturen im Südpazifik. Sie war Professorin der American Museum of Natural History in New York und Präsidentin der American Anthropological Association und der American Association for the Advancement of Science. Sie erhielt 28 Ehrendoktorate von Universitäten weltweit und schrieb mehr als 40 Bücher und über 1000 wissenschaftliche Artikel. war auch Lehrerin und Förderin von Ray Birdwhistell.

Werk

Die Wichtigsten dieser Bücher (fettgedruckt) sind in deutscher Übersetzung erhältlich.

Literatur

Weblinks

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Personendaten
Mead, Margaret
US-amerikanische Anthropologin und Ethnologin
16. Dezember 1901
Philadelphia, Pennsylvania
15. November 1978
New York

See also: Margaret Mead, 15. November, 16. Dezember, 1901, 1925, 1928, 1930, 1931, 1932