Ponte Maria Pia

Die Maria-Pia-Brücke (port. Ponte Maria Pia) ist eine Eisenbahnbrücke über den Duero zwischen Porto und Vila Nova de Gaia.

Die Gesamtlänge der stählernen Bogenbrücke beträgt 352 m, die doppelgleisige Eisenbahnstrecke auf ihrem Überbau verläuft 61,20 m über dem Wasser des Duero. Der Mittelbogen war mit einer Spannweite von 160 m zum Zeitpunkt der Eröffnung 1877 der größte seiner Art.

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Die Maria-Pia-Brücke zur Zeit ihrer Eröffnung 1877

Die Brücke wurde von Gustave Eiffel und Théophile Seyrig geplant und von 1875 bis 1877 gebaut. Um die sandigen Ufer und die hohe Strömungsgeschwindigkeit des Duero zu umgehen, wählten die Konstrukteure den Bau eines großen Fachwerkbogens, dessen Pfeiler beidseitig auf der Uferböschung angebracht wurden. Der Bogen wurde dabei freitragend montiert, das heißt, von beiden Seiten wurden Bogenelemente angebracht und mit Stahltrossen zurückgehalten, bis sich die beiden Segmente in der Mitte trafen.

Am 31. Oktober 1877 waren die Bauarbeiten abgeschlossen, und am 4. November 1877 wurde die Brücke feierlich vom portugiesischen Königspaar Luís I. und seiner Gattin Maria Pia eingeweiht, deren Namen die Brücke noch heute trägt.

Gustave Eiffel baute 1881 bis 1884 in ähnlicher Bauart den doppelt so hohen Garabit-Viadukt bei St. Flour (Frankreich).

Die Maria-Pia-Brücke wurde bis 1991 von der portugiesischen Eisenbahn befahren, anschließend wurde der Bahnverkehr über den Duero auf die neu gebaute São-João-Brücke verlegt.

See also: Ponte Maria Pia, 1875, 1877, 1881, 1884, 1991, 31. Oktober, 4. November, Bogenbrücke, Brücke