Markt

thumb|320px|Historische Abbildung eines Marktes

Der Begriff Markt (v. lat.: mercatus Handel, zu merx Ware) bezeichnet im engeren Sinne den Ort, an dem gehandelt wird. Im weiteren Sinne wird jedes Zusammentreffen von Angebot und Nachfrage als "Markt" bezeichnet (siehe Markt (Ökonomie)). Ehedem war das Zeichen eigener Markthoheit der Roland, heute noch als Standbild in etlichen deutschen Städten, z.B. in Brandenburg an der Havel, Bremen, Halberstadt, Wedel und Zerbst.

Inhaltsverzeichnis

Markt allgemein

Marktplatz

[[Bild:Spices1.jpg|thumb|250px|right|Gewürze auf dem Markt in Agadir, Marokko ]] Ein Markt, in ostdeutschen Städten als Ring (polnisch Rynek) bezeichnet, ist ein Platz einer Stadt (z.B. Hauptmarkt in Nürnberg, Gendarmenmarkt in Berlin), wo eine Verkaufsveranstaltung (Markt) abgehalten wird oder wurde. Dieser so genannte Marktplatz ist in der Regel der zentrale Platz in einer Stadt, an dem auch das Rathaus errichtet wurde. Das Recht einen Markt abzuhalten (Marktrecht) war im Mittelalter für die städtische Entwicklung entscheidend, und galt als erste Stufe zum Stadtrecht. In größeren Städten existierten oft mehrere Marktplätze, auf denen früher spezifische Waren angeboten wurden. So gab es in Nürnberg neben dem Hauptmarkt einen Obst-, Milch- und Fleischmarkt, deren Namen heute noch teilweise als Straßenbezeichnung Verwendung finden.

Marktfleck(en)

Größere Ortschaften und Gemeinden werden ebenfalls als Markt bezeichnet, siehe Marktgemeinde und Marktfleck. Oft ist die Bezeichnung auch im Ortsnamen enthalten.

Verkaufsveranstaltung

[[Bild:Funchal_Mercado.jpg|thumb|Mercado dos Lavradores, Funchal (Madeira)]]

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Kambodscha: Eine Marktfrau bereitet frisch gegrillten Fisch und Hähnchen zu.

Bezeichnung der Verkaufsveranstaltung an sich, zu der in regelmäßigen Abständen an einem bestimmten Ort Händler zusammenkommen (z.B. beim Wochenmarkt oder Jahrmarkt), um Waren des täglichen Bedarfs an Ständen zu verkaufen. Hierzu zählen auch spezielle Märkte wie Obst- oder Fisch-, oder Bauernmärkte, auf denen Anbieter meist regionale Erzeugnisse vermarkten. Letzter werden auch heute noch in vielen Gemeinden abgehalten. Werden über den täglichen Bedarf hinausgehende Waren angeboten, spricht man von Flohmarkt (früher Krammarkt). Periodische Marktveranstaltungen sind Messen (z. B. die Leipziger Messe).

Weitere Märkte sind zum Beispiel: Weihnachtsmarkt, Bauernmarkt, Hamburger Fischmarkt, Flohmarkt etc.

Großmarkt

Ein Großmarkt ist ein Ort (meistens eine Halle), an dem Obst und Gemüse (bevorzugt von landwirtschaftlichen Betrieben aus der näheren Umgebung) ihre Produkte an Wiederverkäufer (z.B. Supermärkte) verkaufen.

Supermarkt

Ein Supermarkt ist ein Laden, der - wie ein historischer Wochenmarkt - verschiedenste Waren des täglichen Bedarfs anbietet. Die moderne Markthalle nimmt mit ihren meist festen Ständen eine Zwischenstellung zwischen Markt und Supermarkt ein.

Markt (Wirtschaft)

siehe Hauptartikel Markt (Ökonomie)

Absatzmarkt

"Markt" bezeichnet auch ein Absatzgebiet (neue Märkte erschließen). Der relevante Gesamtmarkt lässt dabei in Marktsegmente aufteilen.

Börse

"Börsen" sind Spezialmärkte (für Aktien, Kuxe, Obligationen, Versicherungen, spezielle Waren (Öl, Immobilien u.a.m.) - siehe: geregelter Markt, amtlicher Markt, Neuer Markt.

Markt (Soziologie)

In der Soziologie wird der "Markt" als allgemeines Muster gesellschaftlichen Handelns seit Ferdinand Tönnies (für "Gesellschaft" gegenüber "Gemeinschaft") und Max Weber genutzt, er umfasst in seiner weitest greifenden Ausprägung jeden Tausch sozialer Sanktionen (also auch negativer Sanktionen bis hin zum Krieg).

Siehe auch Marktpreis, Messe (Markt), Tausch Marktsoziologie.

See also: Markt, Agadir, Aktie, Amtlicher Markt, Bauernmarkt, Bedarf, Berlin, Brandenburg an der Havel, Bremen, Börse