Martin Mosebach
Martin Mosebach (* 1951 in Frankfurt am Main) ist ein freiberuflicher deutscher Schriftsteller, gelernter Jurist, der als Autor in nahezu allen Facetten arbeitete: Roman, Film-Drehbuch, Theaterstück, Hörspiel, Opernlibretto, Reportage, Feuilleton, Erzählung.
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Leben
Der aus gutbürgerlichen Verhältnissen stammende junge Mosebach studierte Rechtswissenschaften in Frankfurt am Main und Bonn und schloss das Studium 1979 mit dem Staatsexamen in Frankfurt ab. Seit 1980 lebt er in Frankfurt a. M. als freier Schriftsteller. Der Schriftsteller hat sich nicht selten über seine Heimatstadt geäußert, in Feuilletons, Reportagen, Reden, aber auch in Romanen ("Westend") und Erzählungen. Es ist eine Stadt, der er in einer Art liebt und hasst zugleich. Zitat: "Es gehört zu meinem besonderen Verhältnis zu meiner Geburtsstadt Frankfurt am Main, dass ich sie als eine der verdorbensten und hässlichsten Städte Deutschlands erlebe und in meiner Phantasie und in meinem inneren Bild von der Stadt an sie als eine der schönsten Städte denke, die ich kenne."
Von ihm sind bis 2004 sechs Romane erschienen, nämlich "Das Bett" (zuerst 1983, überarbeitete Fassung 2002), "Westend" (1992), "Die Türkin" (1999) und "Der Nebelfürst" (2001), "Eine lange Nacht" (2000) sowie "Ruppertshain" (2004). Auffällig sind neben dem Phantasie- und Detailreichtum nicht zuletzt die meistens enorme Seitenzahl. Im gleichen Zeitraum hat er mehrere Bände mit Erzählungen vorgelegt - u. a. "Stilleben mit wildem Tier" (1995), "Die schöne Gewohnheit zu leben. Eine italienische Reise" (1997) und "Mein Frankfurt" (2002). Laut Zeitungsgberichten gibt es außerdem Lyrikbände, Filmdrehbücher, Opernlibretti und Theaterstücke von ihm, die im Verzeichnis lieferbarer Bücher webseitig aber nicht (mehr) auftauchen, was am schnellebigen Büchermarkt liegen könnte.
Martin Mosebach ist Mitglied der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung und des deutschen P.E.N.-Clubs.
Auszeichnungen
- Spycher-Preis (2003)
- Heinrich-von-Kleist-Preis (2002)
- Heimito-von-Doderer-Preis (1999)
- Förderpreis der Jürgen-Ponto-Stiftung (1980)
Werk
- "Ruppertshain" Roman TB 2004 475 S. dtv ISBN 3423131594
- "Eine lange Nacht". Roman Aufbau 2000/ TB 2003. 575 S. ISBN 3746619742
- "Mein Frankfurt" Insel: Frankfurt/Main 2002, 163 S. ISBN 345834571X
- "Der Nebelfürst" Roman Eichborn Frankfurt/Main 2001, dtv TB 2003 ISBN 3423131195
- "Das Grab der Pulcinellen. Erzählungen, Pasticci, Phantasien". dtv 2001, 175 S. ISBN 3423128631
- "Die Türkin" Roman Berlin 1999, TB 2002 240 S. Aufbau ISBN 3746617936
- "Die schöne Gewohnheit zu leben. Eine italienische Reise". Erzählungen Berlin Vlg. Berlin 1997 ISBN 3827002982
- "Stilleben mit wildem Tier" Erzählungen Berlin 1995
- "Westend" Roman Hamburg 1992, TB dtv 2004, 819 S. ISBN 342313240X
- "Das Bett" Roman (zuerst 1983, überarbeitete Fassung, München dtv 2002 509 S. ISBN 3423130695
siehe auch: Wilhelm Genazino, Claus Koch
Weblinks
- Martin Ebels Rezension zu "Der Nebelfürst" im DLF 2.12.2001
- Beitrag Mosebachs zum "Kursbuch" über "Fundamentalismus"
- Klaus Modicks Rezension zu " Die schöne Gewohnheit zu leben - Eine italienische Reise"
- Mosebach-Kurzgeschichte "Wozu braucht man eine Zeitung?" taz vom 4.12.2004, Seite 1-4, 517 Zeilen
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| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Mosebach, Martin |
| ALTERNATIVNAMEN | |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Schriftsteller |
| GEBURTSDATUM | 1951 |
| GEBURTSORT | Frankfurt am Main |
| STERBEDATUM | |
| STERBEORT | |
