Martingalespiel
Als Martingale-Spiel bezeichnet man allgemein die Erhöhung des Einsatzes nach einem Verlust in einem Glücksspiel - im Gegensatz zum Paroli-Spiel, in dem der Einsatz nach einem Gewinn gesteigert wird.
Die einfachste Form der Martingale ist das Doublieren: der Spieler setzt solange jeweils eine Einheit (ein Stück) solange er gewinnt, nach jedem Verlust wird der Einsatz verdoppelt.
Beispiel:
1. Coup: Einsatz 1 Stück, verloren; Saldo -1
2. Coup: Einsatz 2 Stücke, verloren; Saldo -3
3. Coup: Einsatz 4 Stücke, verloren; Saldo -7
4. Coup: Einsatz 8 Stücke, gewonnen; Saldo +1
5. Coup: Einsatz 1 Stück, usf.
Dieses System scheint "sicher" zu sein; die vielen Spieler, die damit ihr Vermögen verloren haben, haben jedoch übersehen, dass ein fortgesetztes Verdoppeln zum einen wegen des von der Spielbank festgelegten Höchsteinsatzes (des Maximums) und zum anderen wegen des eigenen beschränkten Kapitals unmöglich ist.
Dieses Spielsystem gab einem wichtigen mathematischen Gebiet seinen Namen, der sog. Martingal-Theorie, mit deren Methoden ganz allgemein die Unmöglichkeit einer Gewinnstrategie für Spiele wie Roulette, etc. gezeigt werden kann. D.h., wenn ein Spieler nach einem System spielt und gewinnt, so ist das nicht auf die Güte des Systems zurückzuführen, sondern allein auf Glück.
