Martinstrompete

Die nach ihrem Erfinder Max B. Martin benannte Martinstrompete entstand Anfang des 20. Jahrhunderts als Signalinstrument und funktioniert nach dem Prinzip der Ballhupe, deren Tonerzeugung wie bei Harmonikainstrumenten mit einer luftumströmten Metallstimmzunge zu tun hat. Letztlich besteht sie aus acht bis sechzehn gebündelten Hupen, die nicht durch einen Gummiball sondern durch hineinblasen betätigt werden. Durch ein Ventilsystem kann man jeweils die mit der gewünschten Tonhöhe auswählen. Bekannt wurde sie unter anderem als Geschenk von Erich Honecker an Udo Lindenberg. Sie wird im Volksmund häufig als Schalmei bezeichnet, obwohl sie mit diesem Instrument nichts zu tun hat.

Instrument der Arbeiterbewegung

In der Arbeiterbewegung spielte die Schalmei eine besondere Rolle. In den Bergmannsrevieren des Ruhrgebietes und des Saarlandes gab es ganze Schalmeienorchester, die die Arbeiterlieder spielten. Heute besteht z.B. noch die Schalmeienkapelle Wiebelskirchen, des Geburtsortes von Erich Honecker

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Schalmeienkappelle auf dem UZ-Pressefest 2003 in Dortmund

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