Masematte

Masematte entstand im 19. Jahrhundert in Münster (Westfalen) als Sondersprache sozial schwacher Schichten. Die Bezeichnung Masematte geht ethymologisch auf hebräisch [masa'umatán] "Verhandlung" zurück. Sie entstand aus dem Kontakt der einheimischen Bevölkerung mit fahrenden Händlern, Fremdarbeitern, Hausierern, Schaustellern, Sinti und Roma. Hochzeit war der Bau des Dortmund-Ems-Kanals (in den 1890er Jahren), bei dem viele Fremdarbeiter aus dem Ausland in nahe der Baustelle gelegenen Vierteln wohnten.

Das Vokabular des Masematte entstammt zu einem Teil aus dem Romani (der Sprache der Sinti und Roma) und dem Jiddischen. Hinzu kommen Wörter aus dem Rotwelsch. Daneben sind noch alt-westfälisches Wortgut, sowie Spuren slawischer und romanischer Sprachen enthalten.

Literatur

Siehe auch

Weblinks

See also: Masematte, 1890er, 19. Jahrhundert, Dortmund-Ems-Kanal, Fremdarbeiter, Hausierer, Hebräische Sprache, Händler, Jiddische Sprache, Lehnwort