Maslowsche Bedürfnispyramide
Bedürfnispyramide nach Maslow
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Selbstverwirklichung |
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Soziale Anerkennung |
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Soziale Beziehungen |
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Sicherheit |
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physiologische Grundbedürfnisse |
Die maslowsche Bedürfnispyramide ist ein vom US-amerikanischen Psychologen Abraham Maslow entwickeltes Modell, um Motivationen von Menschen zu beschreiben. Die menschlichen Bedürfnisse bilden die "Stufen" der Pyramide und bauen dieser eindimensionalen Theorie gemäß aufeinander auf. Der Mensch versucht demnach zuerst die Bedürfnisse der niedrigen Stufen zu befriedigen, bevor die nächsten Stufen Bedeutung erlangen.
Maslow gilt als der wichtigste Gründervater der Humanistischen Psychologie, die eine Psychologie seelischer Gesundheit anstrebte und die menschliche Selbstverwirklichung untersuchte. Sein Gesamtwerk war wesentlich weitreichender als das hier dargestellt Modell, obwohl diese einfache Darstellung ihn sehr bekannt gemacht hat.
Beispiele für die Stufen der Pyramide:
- Selbstverwirklichung: Individualität, Talententfaltung, Altruismus, Güte, Kunst und Philosophie.
- Soziale Anerkennung: Status, Macht, Karriere, Sportliche Siege, Auszeichnungen, Statussymbole und Rangerfolge.
- Soziale Beziehungen: Freundeskreis, Partnerschaft, Liebe, Nächstenliebe, Kommunikation und Fürsorge.
- Sicherheit: Wohnung, fester Job, Gesetze, Versicherungen, Gesundheit, Ordnung, Religion und Lebensplanung.
- Körperliche Grundbedürfnisse: Atmung, Wärme, Trinken, Essen, Schlaf und Fortpflanzung.
Die unteren drei Stufen (teilweise auch auf der vierten) nennt man auch Defizitbedürfnisse. Diese Bedürfnisse müssen befriedigt sein, damit man zufrieden ist, aber wenn sie erfüllt sind hat man keine weitere Motivation in dieser Richtung mehr (wenn man nicht durstig ist, versucht man nicht zu trinken). Wachstumsbedürfnisse können demgegenüber nie wirklich befriedigt werden. Diese treten auf der 5. Stufe auf, teilweise aber auch schon auf der vierten. Beispiel: Ein Maler zeichnet zur Selbstverwirklichung, sein Bedürfnis nach Kreativität ist nicht nach einer bestimmten Anzahl Bildern gestillt. Für die prinzipielle Darstellung von Bedürfnissen in der Verkaufspsychologie wird das Modell von Maslow heute noch häufig verwendet.
Kritik
Durch dieses eindimensionale Modell der Pyramide wird nicht deutlich, dass einmal gestillte Defizitbedürfnisse nicht auf Dauer gestillt bleiben und höhere Bedürfnisse durchaus auch ohne ständige Befriedigung der Defizitbedürfnisse angestrebt werden. Denn wenn man sich z.B. einmal satt isst, so heißt das nicht, dass man für immer satt ist, sondern vielmehr, dass man nach einer bestimmten Zeit wieder hungrig ist und so dass Defizitbedürfnis des Hungers wieder auftritt. Und zwar egal wie stark man sich bereits selbst verwirklicht hat.
Die mehrdimensionalen Motivationsmodelle gehen auf die unterschiedlichen Zusammenhänge differenzierter ein, so dass man bei diesem Modell von Maslow heute eher von einer allgemeinen Verständnistheorie spricht und für die praktische Arbeit mit psychisch kranken Menschen oder in der Personalentwicklung, aber auch bei familiären Systemen auf komplexere Modelle zurückgreift.
Siehe auch
- Grundbedürfnis
- Liste bekannter Psychologen und Psychotherapeuten
- ERG-Theorie
- Portal Verhandlung und Verkauf
- Neuronaler Schaltkreis nach Leary
Weblinks
- Erklärung der Pyramide
- Folien
- Ausarbeitung zu dem Thema
- Das Konzept der Bedürfnispyramide nach Abraham Maslow
