Massenproduktion

Der Ausdruck Massenproduktion bezeichnet die Herstellung großer Mengen gleicher Produkte unter Verwendung von austauschbaren, standardisierten Einzelteilen und Baugruppen. Maschinelle Fertigung und Fertigungsstraßen sind oft für die Massenproduktion eingesetzte Technologien.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Austauschbarkeit

Die Produktion austauschbarer Einzelteile in arbeitsteiliger Fertigung wurde im Venedig der frühen Neuzeit zur Steigerung der Produktivität der Werften im Arsenal von Venedig eingeführt. Das Arsenal mit seinen 16.000 Beschäftigten produzierte dank dieser Fertigungstechnik beinahe ein Schiff pro Tag und war damit damals die produktivste Fertigungsstätte der Welt.

Standardisierung

Die Herstellung austauschbarer Einzelteile erforderte die maßhaltige Fertigung der Teile innerhalb definierter Toleranzen. Teile, die außerhalb des Toleranzbereiches lagen, konnten in der Produktion nicht mehr verwendet werden und wurden als Ausschuss klassifiziert, dessen Herstellung die Gesamtproduktivität der Fertigungsstätte herabsetzt.

Daher wurde Ende des 19. Jahrhunderts von der an der Massenproduktion stark interessierten Waffenindustrie Techniken und Verfahren zur Überwachung der Maßhaltigkeit zum Zweck der Produktivitätssteigerung entwickelt. In den USA verwendete die Winchester Arms Company solche Techniken, in Deutschland war vor allem die Firma Mauser daran beteiligt, die Grundlagen für Standardisierung und Normung zu legen.

Fertigungsstraßen

Die Produktion an Fertigungsstraßen fand Anfang des 20. Jahrhunderts Verbreitung durch Henry Ford, besonders durch seinen Ford Modell T.

Siehe auch

See also: Massenproduktion, 19. Jahrhundert, 20. Jahrhundert, Arbeitsteilung, Ausschuss, Automobilfertigung, Baugruppe, Fließbandfertigung, Gesetz der Massenproduktion, Henry Ford