Match Cut
Match cut (to match (engl.) = zusammen passen, cut (engl.) = Schnitt) bezeichnet eine Technik der Filmmontage, bei dem in eine Bewegung hinein geschnitten und diese in einem anderen Bildmotiv fortgesetzt wird. Es ist die Verbindung zweier Einstellungen, die verschiedenen Handlungseinheiten entsprechen, also zeitlich und räumlich getrennt sind, durch die Inszenierung analoger, sich entsprechender Elemente innerhalb der Bildkader. Die parallele Verwendung von Formen, Bewegungen oder anderer Bestandteile erzeugt Kontinuität, da die menschliche Wahrnehmung gleichartige, auf einander folgende Eindrücke als zusammengehörig begreift.
Den wohl berühmtesten Match cut der Filmgeschichte findet man in Stanley Kubricks 2001: Odyssee im Weltraum (1968): Ein Menschenaffe wirft einen Knochen in die Luft. Dieser wirbelt aus dem Bild in die Höhe. Die Bewegung wird durch den "Match Cut" unterbrochen und eine riesige Zeitspanne übersprungen, indem das nächste Bild einen Satelliten in der Erdumlaufbahn zeigt, der den Flug des Knochens scheinbar "fortsetzt".
Siehe auch: Jump Cut, Themenliste Film
