Maulbeeren

Maulbeeren
250px|thumb|none|Reife Maulbeeren
Systematik
Abteilung: Bedecktsamer (Magnoliophyta)
Klasse: Dreifurchenpollen-Zweikeimblättrige
(Rosopsida)
Unterklasse: Rosenähnliche (Rosidae)
Ordnung: Rosenartige (Rosales)
Familie: Maulbeergewächse (Moraceae)
Gattung: Maulbeeren (Morus)
Arten
siehe Text

Die Maulbeeren oder Maulbeerbäume (botanisch Morus) sind wie Feigen und Gummibäume eine Gattung der Familie der Maulbeergewächse (Moraceae).

Maulbeeren sind sommergrüne Bäume oder Sträucher, die aus Asien (Weiße Maulbeere und Schwarze Maulbeere) oder Nordamerika (Rote Maulbeere) stammen, wurden aber schon zu Zeiten der Römer in allen Regionen Europas, die sich klimatisch auch zum Weinbau eignen, verbreitet. Sie wachsen als sechs bis fünfzehn Meter hohe Bäume oder Sträucher mit graubrauner Rinde. Die Blattform kann auch am selben Baum beträchtlich variieren.

Die grünen Blätter der Weißen Maulbeere dienen der Zucht des Seidenwicklers und waren der hauptsächliche Zweck, zu dem die Maulbeerbäume nach Europa eingeführt worden sind, ganze Landschaften - hauptsächlich in Südeuropa - wurden mit Maulbeerbäumen, der Seidenraupenzucht und durch die Seidenproduktion geprägt. Auch in Preußen wurden aus diesem Grunde Weiße Maulbeeren an Alleen, auf Marktplätzen und Schulhöfen gepflanzt. Billige Seidenimporte aus Südostasien anfangs den 20. Jahrhundert machten die europäische Seidenzucht und damit auch die europäischen Maulbeerbäume überflüssig und verdrängten sie von den Alleen, wo sie oft zu finden waren.

Die Früchte der drei genannten Arten sind essbar. Das Aussehen erinnert stark an Brombeeren, die Farbe reicht von cremefarben (Weiße Maulbeere) über rot bis zu schwarz. Allerdings läßt sich die Art nicht über die Fruchtfarbe bestimmen, da es auch Weiße Maulbeeren mit dunklen Früchten gibt. Maulbeerfrüchte sind sehr süß und saftig, wobei die Weiße Maulbeere dabei als fade gilt, während Rote und Schwarze Maulbeere als sehr schmackhaft beschrieben werden. Als Marktobst haben frische Maulbeeren praktisch keine Bedeutung, da sie sich zu weich und saftig für den Transport sind und zu schnell verderben.

Sirup, Saft und Tee von Früchten der Schwarzen Maulbeere gelten als heilsam bei Entzündungen der Mundschleimhaut und des Halses. Das Holz der Weißen Maulbeere wird als hart, dauerhaft und gut polierfähig hoch geschätzt. In Parks und Gärten in Deutschland werden meist Zierformen der Weißen Maulbeere gepflanzt, da sie winterhärter ist als die Schwarze und die stark färbenden Früchte der Schwarzen Maulbeere in der Nähe von Verkehrsflächen unerwünscht sind. Die Rote Maulbeere ist bei uns noch praktisch unbekannt, obwohl sie als die frosthärteste Art gilt.

285px|thumb|right|Illustration von Morus nigra, Maulbeeren

Einige Arten

260px|thumb|left|Maulbeeren, unreife Früchte und Blätter

Literatur

See also: Maulbeeren, Abteilung (Biologie)