Maulbronn

Wappen Karte
fehlt noch 140px|Deutschlandkarte, Position von Maulbronn hervorgehoben
Basisdaten
Bundesland: Baden-Württemberg
Regierungsbezirk: Karlsruhe
Landkreis: Enzkreis
Fläche: 25,44 km²
Einwohner: 6.490 (März 2005)
Bevölkerungsdichte: 255 Einwohner je km²
Geografische Lage: 49° 00' n. Br.
8° 48' ö. L.
Höhe: 196 m ü. NN
Postleitzahl: 75433
Vorwahl: 07043
Kfz-Kennzeichen: PF
Gemeindeschlüssel: 08 2 36 038
Adresse der
Stadtverwaltung:
Klosterhof 31
75433 Maulbronn
Offizielle Website: www.maulbronn.de
E-Mail-Adresse: stadtverwaltung@maulbronn.de
Politik
Bürgermeister: Andreas Felchle
Stadtrat:
(Wahl am 13. Juni 2004;
18 statt 22 Sitze)
CDU 33,4% (+2,8) - 6 Sitze (-1)
BWV 23,6% (-5,4) - 4 Sitze (-3)
LMU 21,7% (+1,9) - 4 Sitze (=)
SPD 21,3% (+0,7) - 4 Sitze (=)

Maulbronn ist eine Stadt im Enzkreis, Baden-Württemberg.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Die Gemeinde Maulbronn existiert seit dem Jahr 1838, sie entstand aus einer Ansiedlung, die sich um das Kloster gebildet hatte. Es gehörte zum Neckarkreis im Königreich Württemberg. 1886 wurde Maulbronn zur Stadt erhoben und war bis 1938 Oberamtsstadt.

Durch den Zuzug vieler Heimatvertriebener nach dem zweiten Weltkrieg erhöhte sich die Einwohnerzahl deutlich.

Religionen

Mit der Einführung der Reformation in Württemberg 1551 wurden auch Maulbronn, Schmie und Zaisersweiher lutherisch. Das Kloster wurde in eine Schule umgewandelt.

Eingemeindungen

Ortsteile

Schmie

Schmie ist wahrscheinlich zur Karolingerzeit gegründet worden. Die erste urkundliche Erwähnung stammt von 788. Der Name geht wahrscheinlich auf einen keltischen Flußnamen zurück. Bei Schmie war jahrhundertelang die Grenze zwischen Württemberg und der Pfalz.

Zaisersweiher

Zaisersweiher ist ebenfalls eine karolingische Gründung. Es wurde jedoch erst viel später, nämlich am 6. Januar 1100 in der Stiftungsurkunde des Kloster Sinsheim, erwähnt. Im 14. Jahrhundert übernahm das Kloster Maulbronn die Herrschaft über den Ort. Im bayerisch-pflzischen Erbfolgekrieg eroberte 1504 Herzog Ulrich von Württemberg das ganze Klostergebiet, so daß auch Zaisersweiher württembergisch wurde. Im Dreißigjährigen Krieg wurde Zaisersweiher weitgehend zerstört.

Bevölkerungsentwicklung

Politik

Städtepartnerschaften

Maulbronn ist Partnerstadt von Le Valdahon in Frankreich.

Wirtschaft und Infrastruktur

Maulbronn, das an der Württemberger Weinstraße liegt, ist ein bedeutender Weinbauort mit den Lagen Reichshalde, Eilfingerberg und Klosterstück, die zur Großlage Stromberg im Bereich Württembergisch Unterland gehören.

Verkehr

Maulbronn besitzt einen Bahnanschluß. Der Bahnhof Maulbronn West ist eines der letzten Beispiele eines Keilbahnhofes in Deutschland.

Gerichte

Maulbronn verfügt über ein Amtsgericht, das zum Landgerichts- und OLG-Bezirk Karlsruhe gehört.

Bildungseinrichtungen

Im Kloster Maulbronn befindet sich noch heute das Evangelische Seminar, ein Internat mit staatlicher Schule und kirchlichem Heim. Nachdem die Seminaristen in Maulbronn die Klassen 9 und 10 absolviert haben, zieht der Jahrgang für die Klassen 11 bis 13 geschlossen nach Blaubeuren um.

Daneben gibt es noch das Progymnasium Maulbronn und mit der "Schule am Silahopp" eine Grund-, Haupt- und Werkrealschule.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Gebäude

Das ehemalige Zisterzienserkloster Maulbronn ist seit 1993 Weltkulturerbe der UNESCO. Bemerkenswert ist nicht nur die Klosteranlage, sondern auch die zum Teil noch erhaltenen künstlich angelegten Fischgewässer und Weinberge Die Weinlage Maulbronner Eilfingerberg wurde bereits vor ca. 850 Jahren von Zisterziensermönchen angelegt.


Der bekannte Weinbuchautor Ernst Hornickel schreibt in seinem Werk "Die Spitzenweine Europas" über den Eilfingerberg: "Diese uralten Weingärten beim idyllischen Kloster Maulbronn werden von den meisten Experten als wertvollste Rebhügel des ganzen Landes eingestuft."
Woher der Name "Eilfinger" stammt, erzählt eine kleine Geschichte:
Im Kloster Maulbronn lebten die Mönche einst streng nach der harten Ordensregel der Zisterzienser. In den Fastenzeiten durften sie keinen Wein trinken. Deshalb tauchten sie nur ihre Finger in das köstliche Naß, um sie danach abzuschlecken. Manch einer der Klosterbrüder wünschte sich dabei, elf statt derer zehn Finger zu haben. Aus diesem frommen Wunsch, der bald zur festen Redewendung wurde, leitet sich der Name "Elf-Fingerberg" ab. Freilich schrieb man damals noch nicht "elf" sondern "eilf", so dass man auf dem Flaschenetikett heute die historische Schreibweise findet. Die Weine vom Eilfingerberg haben ein sehr eigenständiges Profil, das auf dem besonderen Kleinklima und dem in der Region selten zu findenden Bodentyp basiert. (Quelle: Hofkammer-Kellerei)

Siehe auch: Kloster Maulbronn - Württemberg (Weinanbaugebiet) - Württemberger Weinstraße

thumb|left|350px|Eingang ins Kloster, Ansichtskarte von 1918

Persönlicheiten

Söhne und Töchter der Stadt

Weblinks

See also: Maulbronn, 1100, 13. Juni, 14. Jahrhundert, 1504, 1551, 1807, 1838