Max Amann
Max Amann (* 24. November 1891 in München; † 10. März 1957 in München) war ein deutscher Politiker und Publizist. Amann war einer der frühesten Gefolgsleute Adolf Hitlers, der im Ersten Weltkrieg als Gefreiter unter Amann gedient hatte.
Amann trat am 1. Oktober 1921 in NSDAP ein. Sein Parteiausweis trug die Mitgliedsnummer 3. Von 1921 bis 1923 führte er kaufmännisch ausgebildet die Geschäfte der Partei und des Parteiorgans "Völkischer Beobachter". 1922 wurde er zum Direktor des Franz-Eher-Verlags und zum Reichsleiter der NSDAP für die Presse ernannt.
1923 nahm Amann am Hitler-Putsch teil und verbüßte mit Hitler die Festungshaft. Ab 1925 baute er den Franz-Eher-Verlag zum Zentralverlag der NSDAP aus und formte daraus ein schlagkräftiges Presseimperium, das unter anderem den "Völkischen Beobachter" und das SS-Kampfblatt "Das Schwarze Korps" veröffentlichte.
Nach der Machtübernahme hatte Max Amann - neben Joseph Goebbels und Otto Dietrich - erheblichen Einfluss auf die Gleichschaltung der deutschen Presse. 1933 wurde er Präsident der Reichspressekammer, einer Abteilung der von Goebbels geleiteten Reichskulturkammer. Am 28. Juni 1933 übernahm er den Verbandsvorsitz des "Vereins Deutscher Zeitungsverleger" (VDZV), mit dessen Gleichschaltung zum "Reichsverband der Deutschen Zeitungsverleger" 1934 er sich die Kontrolle über das gesamte deutsche Verlagswesen sicherte.
Amann galt als Hitlers Finanzberater und verwaltete die Tantiemen für dessen Werk "Mein Kampf", das in einer Auflagenhöhe von über zehn Millionen Exemplaren im Eher-Verlag erschienen war. Amann war es auch, der Hitler überzeugt hatte, den Titel des Buches von "Viereinhalb Jahre Kampf gegen Lüge, Dummheit und Feigheit" in "Mein Kampf" zu ändern.
Ab 1941 bekleidete Amann den Dienstgrad eines SS-Obergruppenführers.
1948 wurde Amann im Entnazifizierungsverfahren als "Hauptschuldiger" eingestuft und zu zehn Jahren Arbeitslager verurteilt. Sein Vermögen wurde eingezogen und ihm die Pensionsrechte aberkannt.
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| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Amann, Max |
| ALTERNATIVNAMEN | |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Politiker und Publizist |
| GEBURTSDATUM | 24. November 1891 |
| GEBURTSORT | München |
| STERBEDATUM | 10. März 1957 |
| STERBEORT | München |
