Max Becker (Kassel)

Max Becker (* 25. Mai 1888 in Kassel, † 29. Juli 1960) war ein deutscher Politiker (DVP, FDP).

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Leben und Beruf

Max Becker studierte Rechtswissenschaften und ließ sich 1928 als Rechtsanwalt in Bad Hersfeld nieder. Die Kanzlei wurde bis 1998 von seinem Schwiegersohn weitergeführt und besteht noch heute unter dem Namen "Anwaltskanzlei Gesser & Rath" in Bad Hersfeld. Becker, der auch sehr kulturinteressiert war, gehörte zu den Initiatoren der Hersfelder Festspiele und gewann seinen Parteifreund und Bundespräsidenten Theodor Heuss als Schirmherren für die erstmals 1951 durchgeführten Festspiele.

Partei

Dr. Becker war in der Weimarer Republik Mitglied der DVP. 1945 begründete er in Hessen die LDP mit, die später der hessische Landesverband der FDP wurde. Von 1955 bis zu seinem Tode gehörte er dem Bundesvorstand der FDP an. Von 1956 bis 1958 war er Landesvorsitzender der hessischen FDP. 1959 war er Kandidat der FDP für das Amt des Bundespräsidenten (s. Bundespräsidentenwahl 1959).

Abgeordneter

Dr. Becker war in der Weimarer Republik Ratsmitglied in Bad Hersfeld. Außerdem gehörte er von 1922 bis 1933 dem Kommunallandtag von Kurhessen und dem Provinziallandtag der preußischen Provinz Hessen-Nassau an.

Dr. Becker war 1946 bis 1949 Landtagsabgeordneter in Hessen. Er war 1948 / 1949 Mitglied des Parlamentarischen Rats und dort Schriftführer und Vorsitzender des Ausschusses für Wahlrechtsfragen. Dem Deutschen Bundestag gehörte er seit dessen erster Wahl 1949 bis zu seinem Tode an. 1951/52 war er Vorsitzender des "Parlamentarischen Untersuchungsausschusses zur Prüfung, ob durch die Personalpolitik Mißstände im Auswärtigen Dienst eingetreten sind".

Becker war als Nachfolger von Thomas Dehler vom 8. Januar 1957 bis zum Ende der Wahlperiode im selben Jahr Vorsitzender der FDP-Fraktion, nachdem er bereits seit dem Austritt des "Ministerflügels" stv. Fraktionsvorsitzender war. Vom 4. Juli 1956 bis zu seinem Tode war er Vizepräsident des Deutschen Bundestages.

Max Becker war am 5. Februar 1954 der erste Bundestagsabgeordnete, der das neugeschaffene Instrument der "Zwischenfrage" nutzte, um dem Abgeordneten Alois Niederalt eine Frage zu stellen.

Der Parlamentarischen Versammlung des Europarates gehörte Dr. Becker, dessen Schwerpunkte die Außen- und die Europapolitik waren, von 1950 bis zu seinem Tode an.

Ehrungen

1957 erhielt er vom Aachener Karnevalsverein den "Orden wider den tierischen Ernst". Nach seinem Tode wurde er am 3. August 1960 mit einem Staatsbegräbnis in seiner Heimatstadt Bad Hersfeld geehrt. Dort ist auch eine Straße nach ihm benannt.

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Personendaten
Becker, Max
deutscher Politiker
25. Mai 1888
Kassel
29. Juli 1960

See also: Max Becker (Kassel), 1888, 1922, 1928, 1933, 1945, 1946