Meeresströmung

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Meeresströmung (1911)
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Meeresströmung (1943)
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Meeresströmungen sind Massenströme des Meerwassers, welche durch zahlreiche Antriebseffekte und Einflussgrößen bestimmt werden. Im Regelfall handelt es sich hierbei um thermohalin bedingte Strömungen. Diese sind im Regelfall und besonders bei den größeren Strömungsmustern des globalen Förderbandes recht verlässlich in ihrem Auftreten, können jedoch auch bedingt durch meteorologische und ozeanologische Einflussfaktoren varrieren. Meist folgt diese Varianz einem Rhythmus, der sich den Jahreszeiten anpasst und damit von der Variabilität der Sonneneinstrahlung abhängt.

Meeresströmungen sind hautpsächlich auf die Einwirkung des Windes auf die Oberfläche des Meeres, auf die relative Erwärmung der Wassermassen durch die Sonne, auf die relative Abkühlung und auf den Einfluss des Reliefs (Topographie) des Meeresbodens zurückzuführen. Als Ergebnis werden Wassermassen mit den Eigenschaften des Haupteinflussgebiets in andere Teile der Ozeane verfrachtet oder aufgrund der unterschiedlichen Dichte zum Auf- und Absteigen angeregt.

Der örtliche Verlauf der Meeresströmungen wird, außer von den strömungserzeugenden Kräften, durch die sekundär wirkende Verteilung der Landmassen, die Coriolis-Kraft, die Zentrifugalkraft bei Rotationsbewegungen und die Reibungskraft beeinflusst. Die wichtigsten Größen sind hierbei die Wassertemperatur, die Salinität und hieraus resultierend die Dichte des Wassers.

Bekannte Meereströmungen sind der Golfstrom, der Humboldtstrom und El Niño.

Einteilung

Nach der zeitlichen Dauer unterscheidet man

Nach der Herkunft und den strömungsbeeinflussenden Kräften unterscheidet man

Nach den physikalisch-chemischen Eigenschaften unterscheidet man

Nach der Lage und Schichtung der Strömungen unterscheidet man

Die Abgrenzungen dieser Einteilung sind teilweise redundant und in der Regel weisen reale Strömungen eine Kombination aus verschiedensten Einflüssen auf.

Meeresströmungen und ihre Ursachen

Name Meer Temperatur Ursachen
Ostgrönland- und Labradorstrom Atlantik, Arktik kalt Durch Wind hervorgerufene Strömung,

Abfluss kalten Polarwassers,
nicht an Jahreszeiten gebunden

Golfstrom mit Florida-, Irischem

und Norwegischem Strom

Atlantik, Arktischer Ozean warm Durch Wind hervorgerufene Strömung,

Aufstauung des nordäquatorialen
Karibenstroms im Golf von Mexiko
nicht an Jahreszeiten gebunden

Kuro-Schio-Strom Pazifik warm Abzweigung des Nordäquatorialstroms

nicht an Jahreszeiten gebunden

Nord- und Südäquatorialstrom Atlantik, Pazifik, Indik warm Passatwinde (NO-Passat nördlich,

SO-Passat südlich vom Äquator
nicht an Jahreszeiten gebunden

Ostaustralstrom Pazifik warm Abzweigung des Südäquatorialstroms

nicht an Jahreszeiten gebunden

Brasilstrom Atlantik warm Abzweigung des Südäquatorialstroms

nicht an Jahreszeiten gebunden

Agulhasstrom Indik warm Vorrangig durch Wind hervorgerufene Strömung

nicht an Jahreszeiten gebunden

Polare Westdrift Atlantik, Indik u. Pazifik kalt Dauernd wehende "Brave Westwinde"

nicht an Jahreszeiten gebunden

Humboldt-Strom Pazifik kalt Abzweigung der Westwinddrift

nicht an Jahreszeiten gebunden

Falklandstrom Atlantik kalt Abzweigung der Westwinddrift
Benguelastrom Atlantik kalt Abzweigung der Westwinddrift

nicht an Jahreszeiten gebunden

Westaustral-Strom Pazifik kalt Abzweigung der Westwinddrift

nicht an Jahreszeiten gebunden

Monsunstrom Indik warm Im Sommer landwärts, im Winter meerwärts

wehende Monsune
jahreszeitlich gebunden

Oyashio-Strom Pazifik kalt Winterlicher Abfluss aus dem Ochotskischen

und Bering-Meer
jahreszeitlich gebunden

Kanarenstrom Atlantik kalt Durch Auftriebswasser hervorgerufene

Strömung

Kalifornienstrom Pazifik kalt Durch Auftriebswasser hervorgerufene

Strömung

See also: Meeresströmung, 1911, 1943, Agulhasstrom, Arktischer Ozean, Atlantik, Atlantischer Ozean, Benguelastrom