Melisma
Das Melisma (von griech.: melos Lied, Weise, Gesang) ist die Verzierung einer Melodielinie durch Aufteilung der Notenwerte in mehrere kleine Koloraturen, die auf eine Textsilbe gesungen werden. Die Textsilbe wird dabei auf mehrere Töne verteilt und der Gesang tritt in den Vordergrund. Das Melisma spielt im Gregorianischen Gesang und im orthodoxen Kultgesang eine bedeutende Rolle.
Im Gegensatz dazu steht der syllabische Gesang (von griech.: syllabe, Silbe), der jeweils eine Silbe gegen eine Note setzt, die über weite Strecken die gleiche sein kann und so die Aufmerksamkeit auf den Text lenkt.
