Meran

thumb|300px|none|Südtirolkarte mit markierter Stadt und Gemeinde Meran
Basisdaten
Gemeinde: Meran
Bezirksgemeinschaft: Burggrafenamt
Provinz: Bozen (Südtirol)
Region: Trentino-Südtirol
Staat: Italien
Einwohner (2002),
Sprachgruppen laut
Volkszählung 2001
ca. 33.400
51,5% deutsch
48,0% italienisch
0,5% ladinisch
Koordinaten: 46°40' Nord, 11°09' Ost
Meereshöhe (NN): 320 m
Fläche: 26,3 km²
Fraktionen: Gratsch, Obermais,Untermais, Meran, Sinich
Benachbarte Gemeinden: Algund, Burgstall, Hafling, Lana, Marling, Schenna, Tirol, Tscherms, Vöran
Partnerschaft mit: Salzburg
Postleitzahl: 39012
Vorwahl: 0473
ISTAT-Nummer: 021051
Steuernummer: 00394920219
Politik
Bürgermeister (2005): Günther Januth ([SVP])

Meran (ital.: Merano) ist vor allem bekannt als Kurort in Südtirol. Die zweitgrößte Stadt der italienischen Provinz (nach Bozen) liegt inmitten eines Talkessels, umgeben von Bergen (1500-3335 m), an der Taleinfahrt des Passeiertals, des Vinschgaus und des Ultentals.

Schon in der Vergangenheit war das kleine idyllische Städtchen ein beliebter Niederlassungsort vieler berühmter Wissenschaftler und Ärzte. Diese schätzten vor allem das milde, mediterrane Klima und die reine, heilende Luft der Kurstadt.

Zu den Sehenswürdigkeiten zählen das Touriseum, das im Frühjahr des Jahres 2003 eröffnet wurde und die historische Entwicklung des Tourismus in Südtirol zeigt, sowie der botanische Garten. Beide Anlagen befinden sich auf Schloss Trauttmansdorff.

Geschichte

Meran, Hauptstadt der Grafschaft Tirol von 1418 bis 1848, wurde im 13. Jahrhundert zur Stadt erhoben. Mit dem Umzug des Landesherrns nach Innsbruck 1420 verlor Meran rasch seine Vorrangstellung und seine Bedeutung als Wirtschaftszentrum. Erst die Tiroler Freiheitskämpfe von 1809 brachten Meran wieder in den Mittelpunkt der Aufmerksamkeit: Am Küchelberg oberhalb Meran erkämpften die Tiroler einen Sieg über Franzosen und Bayern. Nach dem Ersten Weltkrieg kam Meran mit Südtirol zu Italien, entging aber weitestgehend, im Gegensatz zur neuen Landeshauptstadt Bozen, der Assimilierungs- und Majorisierungspolitik seitens des faschistischen Regimes in Rom aufgrund geschickter Verhandlungen der Stadtverwaltung unter Baron de Marcart.

Meran schaut auf eine lange Tradition als Kur- und Fremdenverkehrsort zurück, namentlich eine der ersten Touristenhochburgen des Habsburgerreiches mit vielen namhaften Gästen aus Politik und Kultur. Nach 1945 gelingt es, Meran erneut zu einem der wichtigsten Fremdenverkehrsorte Südtirols zu machen. thumb|250px|none|Umgebung von Meran um 1888

Siehe auch: Liste der Gemeinden in Südtirol

Weblinks

Bilder

thumb|250px|Passer, Gilfpromenade thumb|160px|Laubengasse thumb|250px|Tappeinerweg
thumb|250px|Blick über die Stadt nach Nordwesten thumb|250px|Blick über die Stadt nach Süden


See also: Meran, 13. Jahrhundert, 1418, 1420, 1809, 1848, 2001