Mesalliance

Als Mesalliance [< frz. mésalliance Missheirat] bezeichnete man im bürgerlichen Zeitalter die nicht standesgemäße Ehe zwischen Partnern, die verschiedenen Gesellschaftsschichten angehörten. Die Folgen konnten - gerade für Adelige - weitreichend sein und bis zum Verlust des Standes führen. In der Literatur waren Mesalliancen immer wieder Ausgangspunkt oder Thema, etwa in Molières Komödien. Im bürgerlichen Trauerspiel Kabale und Liebe von Friedrich Schiller droht zum Beispiel der adelige Präsident mit Enterbung, falls sein Sohn die bürgerliche Luise Miller heiratet. Vgl. auch George Bernard Shaws Komödie Mesallianz oder Falsch verbunden (engl. Original: Missalliance) und Werner Schwabs Stück Mesalliance. Aber wir ficken uns prächtig von 1992.

Umgangssprachlich bezeichnet man heute mit Mesalliance eine unglückliche Verbindung von Partnern, die nicht zueinander zu passen scheinen. Dies bezieht sich allerdings nicht nur auf den privatpartnerschaftlichen Bereich, sondern unter anderem auch auf politische Bündisse (Allianzen) und ideologische Systeme (z.B. Wirtschaft - Werte; Utilitarismus - Ökologie).

Literatur

Weblinks


Mesalliance

See also: Mesalliance, 1992, Adelige, Bürgerliches Trauerspiel, Friedrich Schiller, George Bernard Shaw, Kabale und Liebe, Literatur, Molière, Ständeordnung