MESSENGER

---Sidenote START---
thumb|MESSENGER und Merkur
thumb|Aufbau von MESSENGER
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Start der NASA-Raumsonde MESSENGER an Bord einer Delta II-Rakete
thumb|MESSENGERs Flug zum Merkur

MESSENGER (MErcury Surface, Space ENvironment, GEochemistry and Ranging) ist eine NASA-Raumsonde im Rahmen des Discovery-Programms, startete am 3. August 2004 zum Merkur.

Inhaltsverzeichnis

Übersicht

Ursprünglich geplant war ein Start im Frühjahr 2004, dieser wurde jedoch aus technischen Gründen verschoben.

Am 2. August musste der Start wegen dichter Bewölkung über Cape Canaveral verschoben werden. Die Sonde nutzte beim Start am 3. August 2004 um 02:15:56 Ortszeit (EDT) vom Weltraumbahnhof Cape Canaveral ein 15-tägiges Startfenster, das sich am 30. Juli 2004 öffnete. Als Trägerrakete wurde eine Delta II verwendet.

Die Sonde wird rund acht Milliarden Kilometer durch das Sonnensystem fliegen, bevor sie im März 2011 als erste Raumsonde in eine Umlaufbahn um den Merkur einschwenken und ihn ein Jahr lang in Höhen zwischen 200 km und 15.000 km umrunden wird.

Die letzte und bisher einzige Merkursonde war Mariner 10, die 1974/75 dreimal am Merkur vorbeiflog. Sie hatte diesen erst wenig erforschten Planeten aber nur auf einer Seite kartieren können.

Die Reise dauert so lang, weil aus Gründen der Treibstoff-Ersparnis die Methode des mehrfachen "Fly-by" angewandt und auch die Venus erneut erkundet wird. Dabei gewinnt die Sonde durch unsymmetrische Annäherung an Erde, Venus und Merkur einen Teil ihrer nötigen Bahnenergie, bzw. wird auf ähnliche Art wieder gebremst.

Das Fly-by an der Erde wird nach einem Jahr sein, zwei an der Venus 2006/07 und drei am Merkur ab 2008. Letztere ergeben etwa 33 % der Energie. Wegen der langen Rotationsdauer des Merkur hat die dann geplante Umlaufbahn eine spezielle Form, um den Planeten jeweils im Sonnenlicht beobachten zu können.

Flugbahn

Mission

Instrumente

Dieses Instrument besteht aus zwei Kameras, die den Merkur in verschiedenen Spektren aufnehmen und topographische Informationen sammeln werden.
Mit dem GRNS wird die Zusammensetzung des Merkurs geforscht und nach Eis an dessen Polkappen gesucht.
Das Magnetometer wird das Magnetfeld des Merkur untersuchen.
Mittels eines Lasers, dessen Laufzeit von der Sonde zum Merkur und zurück gemessen wird, kann MLA topographische Erkenntnisse über den Merkur gewinnen.
Dieses Spektrometer wird die Zusammensetzung der Atmosphäre des Merkur erforschen.
EPPS misst die Beschaffenheit und Verteilung von geladenen Teilchen wie Elektronen und verschiedenen Ionen in Merkurs Magnetfeld.
Gamma- und Röntgenstrahlung von der Sonne kann auf der Merkur-Oberfläche Elemente dazu veranlassen, Röntgenstrahlung niedriger Energie auszusenden. XRS wird diese aufspüren und damit Rückschlüsse auf die Zusammensetzung des Merkur zulassen.
RS wird mittels des Dopplereffekts kleine Veränderung in der Bahn der Sonde messen. Aus diesen Daten lässt sich auf die Massenverteilung des Merkur schließen.

Weblinks



Siehe auch: Liste der unbemannten Raumfahrtmissionen

Modèle:Vorlage:Navigationsleiste Merkursonden

See also: MESSENGER, 1. August, 14. Juni, 15. Januar, 18. März, 1974, 2. August, 2004, 2005, 2006