Meßkirch

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140px|Deutschlandkarte, Position von Meßkirch hervorgehoben
Basisdaten
Bundesland: Baden-Württemberg
Regierungsbezirk: Tübingen
Landkreis: Sigmaringen
Fläche: 76,22 km²
Einwohner: 8.670 (31.03.2004)
Bevölkerungsdichte: 114 Einwohner je km²
Höhe: 648 m ü. NN
Postleitzahlen: 88601 - 88605
Vorwahlen: 07570, 07575,
07578
Geografische Lage: 47° 59' n. Br.
09° 07' ö. L.
Kfz-Kennzeichen: SIG
Gemeindeschlüssel: 08 4 37 078
Stadtgliederung: 10 Stadtteile
Adresse der
Stadtverwaltung:
Conradin-Kreutzer-Str. 1
88605 Meßkirch
Offizielle Website: www.messkirch.de
E-Mail-Adresse: info@messkirch.de
Politik
Bürgermeister: Arne Zwick

Meßkirch ist eine Stadt im Landkreis Sigmaringen in Baden-Württemberg und war früher badische Oberamtsstadt. Sie liegt im westlichen Oberschwaben, südlich von Sigmaringen zwischen Donau und Bodensee.

Inhaltsverzeichnis

Geografie

Stadtgliederung

Die Stadt besteht aus der Kernstadt und den Stadtteilen

Geschichte

thumb|270px|Meßkirch um 1910 Meßkirch wurde um 1080 erstmals erwähnt als Geburtsort des Hl. Heimerad. Der Kirchort war damals Teil der Herrschaft der Grafen von Rohrdorf (heute Ortsteil von Meßkirch) und wurde im 12. oder 13. Jahrhundert zur Marktsiedlung der Herrschaft (urkundlich belegt seit 1241). Nach dem Erlöschen des Grafengeschlechts 1210 wurde ein Großteil der Herrschaft einschließlich des Marktes Meßkirch an eine Nebenlinie der Truchsessen von Waldburg verkauft, die sich daraufhin Truchsessen von Waldburg zu Rohrdorf nannte. Später verlegten sie ihren Sitz von der Benzenburg in Rohrdorf nach Meßkirch, das damit zur Residenz der Herrschaftsinhaber wurde. Seitdem nannte sich die Familie Truchsessen von Waldburg zu Meßkirch. Das Stadtrecht Meßkirchs ist seit 1261 bezeugt.

In der Mitte des 14. Jahrhunderts wurde Meßkirch durch Erbfolge Residenz der Herren von Zimmern (seit 1538 Grafen von Zimmern), die dem kleinen Ort durch künstlerisches, literarisches und wissenschaftliches Interesse über Generationen hinweg großes Ansehen verschafften.

1594 erlosch das Geschlecht der Grafen von Zimmern im Mannesstamm und kam über eine Schwester des letzten Grafen an die Grafen von Helfenstein, Freiherren zu Gundelfingen. 1627 kam die Stadt unter die Herrschaft der Meßkircher Linie der Fürsten von Fürstenberg. Nach deren Aussterben 1744 verlor Meßkirch Hofhaltung und Regierungsbehörden.

Am 5. Mai 1800 fand bei Meßkirch eine Schlacht zwischen französischen und österreichischen Truppen statt. Da auch an sie im Pariser Arc de Triomphe erinnert wird, ist eine Inschrift mit dem Namen Meßkirchs (als Moeskirch) heute noch an diesem zu finden.

1806 wurde Meßkirch Teil des Großherzogtums Baden und war bis 1936 badische Oberamtsstadt.

1964 wurde der Bodenseesender (siehe unten) errichtet.

Politik

Städtepartnerschaften

Kultur und Sehenswürdigkeiten

thumb|Dreikönigsbild des Meisters von Meßkirch Meßkirch liegt an der Oberschwäbischen Barockstraße und der Hohenzollernstraße.

Wirtschaft und Infrastruktur

Verkehr

In Meßkirch kreuzen sich die Bundesstraßen B 311 Freiburg im Breisgau - Tuttlingen - Ulm und B 313 Reutlingen - Sigmaringen - Bodensee.

Der Öffentliche Nahverkehr wird durch den Verkehrsverbund Neckar-Alb-Donau (NALDO) gewährleistet. Die Stadt befindet sich in der Wabe 443.

Ansässige Unternehmen

Nach dem Zweiten Weltkrieg war Meßkirch die Heimat der damals sehr bekannten Renn- und Sportwagenschmiede Veritas.

Persönlichkeiten

Aufgrund der Häufung von berühmten Kindern der Stadt bezeichnet sich Meßkirch gerne als Badischer Geniewinkel.

U. a. in Meßkirch wirkte der Maler Meister von Meßkirch (ca. 1490-1543).

Im nahen Kreenheinstetten (heute Ortsteil von Leibertingen) wurde der Barockprediger Abraham a Sancta Clara geboren.

Als Pfarrer im nahen Krumbach (heute Ortsteil von Sauldorf) wirkte von 1867-1875 Johann Martin Schleyer, der später die Plansprache Volapük erfand.

Sonstiges

Bodenseesender

Im Ortsteil Rohrdorf befindet sich der Bodenseesender des SWRs (früher SWF). Der Bodenseesender ist eine große Sendeanlage für Mittelwelle. Genutzt wird die Frequenz 666 kHz für die Verbreitung des Programms SWR Cont.Ra. Als Sendeantenne für den Mittelwellensender diente bis 1978 eine aus 4 je 137 Meter hohen, gegen Erde isolierten selbststrahlenden Sendemasten bestehende Richtantenne. Mitte der 70er Jahre wurde einer dieser Masten abgebaut und durch einen 240 Meter hohen, gegen Erde isolierten, selbststrahlenden Gittermast ersetzt. Bei diesen Sendemast sind die Pardunen so bemessen, dass sie ohne parasitäre Abstrahlungen zu verursachen, an den Ankerblöcken geerdet werden konnten und - mit Ausnahme der untersten Pardune - keine Trennisolatoren besitzen.

Bis zum 19. Oktober 2004 wurde auf dem Areal des Bodenseesenders auch ein Kurzwellensender betrieben, über den auf der Kurzwellenfrequenz 7265 kHz das Programm von SWR 3 verbreitet wurde.

Geographische Koordinaten der drei 137 Meter hohen Sendemaste:

Geographische Koordinaten des 240 Meter hohen Sendemastes: 48° 1'27" nördliche Breite, 9° 7' 2" östliche Länge

Literatur

Weblinks


See also: Meßkirch, 1080, 1241, 1261, 1594, 1627, 1744, 1800