Metaethik

siehe auch: Ethik


Metaethik ist die Reflexion über ethische Theorien. Sie hat ihren Ursprung in der sprachanalytisch ausgerichtete angelsächsische Ethik des 20. Jahrhunderts.

Während Ethik sich unter anderem mit Gut und Böse auseinandersetzt, beschäftigt sich die Metaethik mit der sprachanalytischen Klärung der Begriffe "gut" und "böse" oder der Frage, ob moralische Urteile wahr oder falsch sein können. Gibt es moralische Tatsachen (Realismus)? Nach welchen Kriterien kann man moralische Diskurse entscheiden? Ist ethische Vernunft nur instrumentell, d.h. am Eigennutzen orientiert, oder ist Altruismus ein selbständiger Wesenszug des Menschen?

Inhaltsverzeichnis

Richtungen der Metaethik

Emotivismus

(Vertreter: A. J. Ayer, Ch. L. Stevenson)

Präskriptivismus

(Vertreter: R. M. Hare)

Intuitionismus

(Vertreter: G. E. Moore, W. D. Ross)

Sprechakttheorie

(Vertreter: J. Austin, J. R. Searle)

Weblinks

Buchtipps

Annemarie Pieper: Gut und Böse. Verlag C.H. Beck, München 1997.

(Dieses Buch führt in die Thematik "Gut und Böse - Was ist das" ein. 
 Es behandelt Metaethik jedoch nur am Rande (S.98-101).)
 

Monika Hofmann-Riedinger: Metaethik, in Annemarie Pieper (ed.): Geschichte der neueren Ethik, Band 2, Tübingen 1992, S. 55 - 80

(kurze verständliche Einführung in das Thema mit einem Plädoyer für den moralischen Realismus)
 

See also: Metaethik, 20. Jahrhundert, Altruismus, Angelsächsisch, Braut, Ethik, Funktionalität, G. E. Moore, Gefühl, Intuitiv