Metonymie
Die Metonymie (griechisch μετωνυμία, metonymía - die Namensvertauschung, Umbenennung) ist als rhetorische Stilfigur eine Verschiebung.
Bei der Metonymie handelt es sich um eine Angrenzungsbeziehung (Kontiguität). Es wird nicht das Eigentliche genannt, sondern etwas, das zu dem Eigentlichen in einer Angrenzungs- oder Nachbarschaftsbeziehung steht. Beispiel für Metonymien: Ein Gläschen trinken für Wein trinken (der eigentlich gemeinte Wein grenzt an das Glas an)
Ähnlich wie die Metonymie sind Synekdoche und der speziellere Fall der Synekdoche, das pars pro toto aufgebaut. Verhalten sich die Wörter zueinander wie der Teil und das Ganze, so spricht man von einer Synekdoche. Beispiel für Synekdoche: Er starb durch das Feuer (etwas Allgemeines steht für etwas Konkretes).
Beispiel für pars pro toto: Klinge für Messer (ein Teil steht für das Ganze).
Die Metonymie ist mit der Metapher insofern verwandt, als auch mit ihr etwas Uneigentliches durch Übertragung ausgedrückt wird. Die Übertragung vom einen Bildbereich in den anderen ist bei der Synekdoche und bei dem pars pro toto nicht in derselben Weise gegeben.
Metonymie, Synekdoche und Metapher gehören als Stilfiguren zu den Tropen.
