Mexiko-Stadt
| Mexiko-Stadt | |
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| Basisdaten | |
| Kosename | La Ciudad de los Palacios |
| Bundesstaat: | Distrito Federal |
| Fläche: | 1.499 km² |
| Einwohner: | 8.657.045 (2005) |
| Bevölkerungsdichte: | 5.775 Einwohner/km² |
| Höhe: | 2.308 m |
| Geografische Lage: | 19° 24' N, 99° 12' W |
| Stadtgliederung: | 16 Stadtbezirke |
| Zeitzone: | -6 UTC |
| Postleitzahlen: | DF |
| Telefonvorwahl: | (+52) 55 |
| Webseite: | http://www.df.gob.mx |
| Politik | |
| Bürgermeister | Andrés Manuel López Obrador |
Mexiko-Stadt (spanisch Ciudad de México) ist die Hauptstadt der Vereinigten Staaten von Mexiko und bildet den gleichnamigen Bundesdistrikt. Sie wird im Land daher oft als México DF oder kurz DF (DF = Distrito Federal, Bundesdistrikt) bezeichnet. Dieser Bundesdistrikt wurde bis 1988 auch direkt von der Zentralregierung verwaltet, erst seitdem gibt es einen Bürgermeister.
Mexiko-Stadt hat 8.657.045 Einwohner in der eigentlichen Stadt und 22.095.047 in der Agglomeration (Stand jeweils 1. Januar 2005). Die Metropolregion zählt zu den am schnellsten wachsenden der Erde. Das Wachstum geht sowohl auf Zuwanderung als auch auf eine hohe Geburtenrate zurück. Die Stadt ist Erzbischofssitz. Sie ist politischer, wirtschaftlicher und kultureller Mittelpunkt sowie größter Verkehrsknotenpunkt des Landes. Oft wird im Deutschen fälschlich die englische Bezeichnung Mexico City gebraucht.
| Inhaltsverzeichnis |
Geografie
thumb|300px|Karte Mexikos, Distrito Federal rot hervorgehoben
Geografische Lage
Mexiko-Stadt liegt am südlichen Ende des Tals von Mexiko, auf drei Seiten von Bergen umgeben – unter anderem von den berühmten Zwillingsvulkanen Popocatépetl und Iztaccíhuatl durchschnittlich 2.308 Meter über dem Meeresspiegel. Aufgrund dieser Lage ist die Smoggefahr ständig sehr hoch.
Das Tal war einst von einer Anzahl Seen erfüllt, die die Spanier jedoch weitgehend trockenlegten. Sie wollten so die Hochwassergefahr nach den sommerlichen Niederschlägen verringern und neues Land zur Besiedlung schaffen.
Doch der Boden der Stadt ist immer noch weich und lässt Mexiko-Stadt jährlich um etwa 25 Zentimeter absinken. Die geografischen Koordinaten sind 19,24 Grad nördlicher Breite und 99,12 Grad westlicher Länge.
Stadtgliederung
[[Bild:Klimadiagramm-Mexiko-Stadt.png|thumb|200px|Klimadiagramm Mexiko-Stadt]] Mexiko-Stadt gliedert sich in 16 Stadtbezirke (delegaciones): Álvaro Obregón, Azcapotzalco, Benito Juárez, Coyoacán, Cuajimalpa, Cuauhtémoc, Gustavo A. Madero, Iztacalco, Iztapalapa, Magdalena Contreras, Miguel Hidalgo, Milpa Alta, Tláhuac, Tlalpan, Venustiano Carranza und Xochimilco.
Klima
Die Stadt befindet sich in der gemäßigten Klimazone. Nur im Sommer zwischen April und Juni wird es um die Mittagszeit sehr warm. Von Oktober bis Mai ist Trockenzeit und von Juni bis September Regenzeit, in der es meist zu kurzen und heftigen Schauern kommt.
Die durchschnittliche Jahrestemperatur beträgt 16,5 Grad Celsius, die jährliche Niederschlagsmenge 894 Millimeter im Mittel. Der wärmste Monat ist der Mai mit durchschnittlich 18,6 Grad Celsius, die kältesten Monate sind Dezember und Januar mit 13,8 Grad Celsius im Mittel. Der meiste Niederschlag fällt im Monat August mit durchschnittlich 194 Millimeter und der wenigste im Januar mit zehn Millimeter im Mittel.
Geschichte
thumb|200px|Straßenszene um 1890
Die Gründung der Stadt geht aztekischen Aufzeichnungen zufolge auf das Jahr 1325 zurück, als sich eine Schar von Nomaden aus dem Norden auf einer Insel im Texcoco-See ansiedelte. Diese Stadt, die den Namen Tenochtitlán trug, ist im Laufe der Zeit auf über 250.000 Einwohner angewachsen und Hauptstadt des Aztekenreiches geworden.
1519 kam der spanische Eroberer Hernán Cortés (1485–1547) erstmals hierher. Seine Armeen besetzten 1521 die große Metropole der Azteken und zerstörten sie. Auf den Ruinen errichteten sie ihre eigene Hauptstadt. Als diese weiter angewachsen ist, legten sie den Lago de Texcoco trocken. Von dort unternahmen die Spanier Expeditionen und unterwarfen die amerikanischen Ureinwohner bis weit in den Norden in die heutigen USA und in den Süden bis nach Mittelamerika.
Mexiko-Stadt ist die Hauptstadt aller spanischen Provinzen in Amerika geworden, die nördlich von Costa Rica lagen. Spanien verwaltete die Stadt drei Jahrhunderte lang, bevor sie 1821 Revolutionäre unter dem Anführer Agustín de Itúrbide (1783–1824), der am 21. Juli 1822 zum Kaiser ernannt wurde, zurückgewannen. 1847 wurde Mexiko-Stadt im Mexikanisch-Amerikanischen Krieg von den US-Streitkräften eingenommen und fünf Monate lang besetzt. Von 1863 bis 1867 ist die Stadt von Kaiser Maximilian (1832–1867) und der französischen Armee regiert worden.
Der 1858 zum Präsidenten gewählte Benito Juárez (1806-1872) vertrieb 1866 die Franzosen mit Hilfe der USA aus Mexiko-Stadt und dem ganzen Land. Nach dem Sieg über die Franzosen überwachte er 1867 persönlich die standrechtliche Exekution von Kaiser Maximilian I. in Querétaro, den Napoleon III. als Statthalter 1864 eingesetzt hatte und übernahm die Regierungsgeschäfte in Mexiko-Stadt.
In den 1920er Jahren wurden Pläne für die städtebauliche Erneuerung von Mexiko-Stadt in Angriff genommen. Programme zur Wohnraumbeschaffung und Bereinigung von Slumvierteln wurden ins Leben gerufen. Zwischen 1930 und 1950 hat sich die Einwohnerzahl der Stadt mehr als verdoppelt.
1968 war Mexiko-Stadt der Austragungsort der Olympischen Sommerspiele. Am 19. September 1985 verursachte ein verheerendes Erdbeben schwerste Schäden, 9.500 Menschen starben und circa 30.000 wurden obdachlos.
Das schnelle Wachstum von Mexiko-Stadt hat zahlreiche Schwierigkeiten hervorgerufen, wie unter anderem eine bedrohliche Luftverschmutzung, bedingt durch die große Anzahl der Autos und Industriebetriebe sowie eine immer unzureichendere Wasserversorgung. Der Untergrund in der Innenstadt sackte als Folge der Grundwasserentnahme bis zu zehn Meter ab. Dies führte zu Schäden an Gebäuden und an Wasser- und Abflussleitungen, aber auch zu einer erhöhten Überschwemmungsgefahr. Die Stadt wird heute von weit entfernt liegenden Quellen außerhalb des Hochtales zusätzlich mit Wasser versorgt. Moderne mehrstöckige Gebäude werden gegenwärtig auf riesigen Stahl- und Betonpfeilern erbaut, um ihr Absinken zu verhindern.
Einwohnerentwicklung
thumb|200px|Börse von Mexiko-Stadt Mexiko-Stadt ist heute mit ihren 8,7 Millionen Einwohnern im Distrito Federal die zweitgrößte Stadt Lateinamerikas und mit 22,1 Millionen Menschen in der Agglomeration die drittgrößte Metropolregion der Welt. Zu berücksichtigen ist dabei, dass der Distrito Federal mit fest definierter Stadtgrenze seit einigen Jahren nahezu keine Bevölkerungszunahme mehr zulässt.
Doch das war nicht immer so. Sehr deutlich zeigt sich in Mexiko-Stadt die Entwicklung der Verstädterung in den letzten Jahren. Noch 1950 hatte Mexiko-Stadt gerade einmal 3,1 Millionen Einwohner. Im Jahre 1970 waren es schon 6,9 Millionen Menschen und die Zuwachsrate des Ballungsgebietes lag bei etwa eine Million Menschen pro Jahr.
Mexiko-Stadt ist seit der Stadtgründung im Jahre 1521 der Sitz der spanischen Vizekönige und erhielt dadurch ihre Stellung als Primatstadt: sie ist noch heute gleichzeitig Hauptstadt und Knotenpunkt für die bedeutendsten politischen und wirtschaftlichen Ereignisse des Landes. Doch erst durch eine bessere Versorgung der Menschen (zum Beispiel im Gesundheitswesen) und die Ansiedlung zahlreicher Industriebetriebe zu Beginn des 20. Jahrhunderts begann der Zustrom von Menschen aus dem Umland in die Stadt. Heute ist das städtische Wachstum kaum noch kontrollierbar.
Im Jahre 1824 unterteilte man Mexiko-Stadt in die eigentliche Stadt und den darum liegenden Bezirk, genannt "Zona Metropolitana de la Ciudad de Mexico" (ZMCM). Dieser Bezirk hatte zum damaligen Zeitpunkt eine Größe von 1.479 Quadratkilometer, über dessen Grenzen die Stadt aber schon längst wieder hinaus gewachsen ist. Mexiko-Stadt selbst umfaßt die im Stadtkern dicht besiedelten Gebiete, mit einem Wachstum von 1,8 Prozent pro Jahr. Die ZMCM jedoch beinhaltet die Randgebiete, in die zahlreiche Menschen aus dem Stadtkern abwandern. Das jährliche Wachstum in diesen Stadtbezirken liegt bei unter vier Prozent pro Jahr.
Sehr deutlich fällt in Mexiko-Stadt die Verteilung der Bevölkerung in wohlhabende und sozial schwache Stadtviertel auf: schon früh siedelten sich im Westen der Stadt die Menschen der Oberschicht an. Diese Gegend wurde zum bevorzugten Wohngebiet durch Kaiser Maximilian, der im 400 Hektar großen Park von Chaupultepec 1864 ein Schloß baute. Noch heute leben im Westen die Wohlhabenden, viele Hotels, Banken und Versicherungen haben sich dort niedergelassen.
Der Norden jedoch zählt als großes Industriegebiet: zahlreiche Industriebetriebe und mehrere Arbeiterviertel findet man hier vor. Der Osten ist das Wohngebiet der sozial schwachen Bevölkerung. Die Unterschicht lebt auf dem Boden des trockengefallenen Texcoco-Sees, von dem oft durch den ungünstigen Wind sehr viel Staub in die armen Viertel der Stadt getragen wird.
Die folgende Übersicht zeigt die Einwohnerzahlen nach dem jeweiligen Gebietsstand. Bis 1889 handelt es sich meist um Schätzungen, von 1895 bis 2000 um Volkszählungsergebnisse und 2005 um eine Berechnung. Die Einwohnerzahlen beziehen sich auf die eigentliche Stadt ohne den Vorortgürtel.
thumb|200px|Der Zócalo von Mexiko-Stadt mit den Vulkanen Iztaccíhuatl und Popocatépetl
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Politik
Städtepartnerschaften
Mexiko-Stadt unterhält mit folgenden Städten Partnerschaften.
Kultur und Sehenswürdigkeiten
Theater
thumb|200px|Xochimilco-Kanal in Mexiko-Stadt thumb|200px|Kathedrale von Mexiko-Stadt am Zócalo
Mexiko-Stadt besitzt eine der reichsten Theaterszenen weltweit. Das mexikanische Theater übernimmt eine aufklärerische und gesellschaftspolitische Funktion, die durch ein breites Spektrum von zeitgenössischen Dramatikern repräsentiert wird.
Eines der bekanntesten Theater der Stadt ist der "Palacio de Bellas Artes" (Palast der Schönen Künste), erbaut zwischen 1904 und 1934 an der Ostseite der Alameda Central. Es ist das wichtigste Kulturzentrum im Herzen der Stadt (Theater, Tanz, Oper, Kunstausstellungen).
Die dortigen Darbietungen des nationalen Folkloreballetts (Ballett Nacional Folklórico) sind ein wichtiger Bestandteil des Kulturlebens der Stadt.
Museen
Mexiko-Stadt hat zahlreiche Museen, darunter das "Museo Nacional de Antropología" (Anthropologisches Nationalmuseum), das "Museum für Moderne Kunst" und das "Nationalmuseum für Geschichte".
Das "Museo Nacional de Antropología" beherbergt die wichtigste Sammlung des kulturellen Erbes Mexikos. Das gegenwärtige Gebäude wurde nach Plänen des Architekten Pedro Ramírez Vázquez entworfen und 1964 eröffnet.
Das "Museo Nacional de Arte" wurde 1982 mit Beständen verschiedener Museen gegründet, um an einem einzigen Ort einen Überblick über die mexikanische Kunst vom 16. Jahrhundert bis in die 1950er zu vermitteln.
Das "Museo Rufino Tamayo" eröffnete 1981 mit mehr als 300 Werken einer Schenkung des Malers Rufino Tamayo aus Oaxaca. Sie enthielt eigene Werke und Arbeiten anderer berühmter Künstler des 20. Jahrhunderts. Im Museum finden Wechselausstellungen internationaler und mexikanischer Kunst, Vorträge, Theater- und Tanzdarbietungen sowie Konzerte statt. Es enthält ein auf Rufino Tamayo spezialisiertes Dokumentationszentrum. Für den Entwurf des Gebäudes erhielten Teodoro González de León und Abraham Zabludovsky im Jahre 1981 den Nationalen Architekturpreis.
Bauwerke
Die Straßen der Hauptstadt sind schachbrettartig angelegt. Das Muster wird unterbrochen von einigen breiten Boulevards, an denen moderne Geschäftsgebäude und Appartementhochhäuser liegen, sowie von mehreren Parkanlagen und großen Plätzen, die beliebte Treffpunkte der Stadtbewohner sind.
Das historische Zentrum von Mexiko-Stadt ist der "Platz der Verfassung" oder "Zócalo". Er befindet sich an dem Ort, wo einst der Palast des Aztekenherrschers Moctezuma II. (1465-1520) stand. Der Platz wird umrahmt von einer zwischen 1573 und 1667 erbauten monumentalen Kathedrale, dem "Palacio Municipal" (Stadtpalast) von 1720 und dem "Palacio Nacional" (Nationalpalast) von 1792, dem Sitz des Präsidenten und des Senats.
Die größte vom Zócalo abgehende Straße, die "Paseo de la Reforma", erstreckt sich in nördlicher Richtung bis zum Platz der drei Kulturen, der Hauptplatz der im Jahre 1963 freigelegten präkolumbianischen Stadt Tlatelolco. Dort vereinigen sich Zeugnisse aus drei Epochen: Neben freigelegten aztekischen Bauwerken und der Barockkirche Santiago de Tlatelolco aus der spanischen Kolonialzeit befinden sich hier auch moderne Gebäude.
In südlicher Richtung erstreckt sich der Chapultepec-Park mit verschiedenen Museen, einem Zoo, dem Schloss Chapultepec, das früher Amtssitz des Präsidenten war und auch Kaiser Maximilian als Residenz diente und die "Zona Rosa", das Vergnügungsviertel.
Zahlreiche Vorstädte und die verschiedenartigsten Nachbarschaftsgefüge sind durch die Ausdehnung der Stadt entstanden: vom eleganten Wohnviertel Pedregal mit seiner modernen Architektur bis zum bevölkerungsreichen Netzahualcóyotl, einem einfachen Wohnviertel, das im trockenen Tal des Texcoco-Sees liegt.
An mehreren Plätzen der Stadt befinden sich Wandgemälde von Diego Rivera; das Haus seiner Lebensgefährtin Frida Kahlo steht in der Vorstadt Coyoacán. Ein Haus in der Nähe wurde während seines Exils von Leo Trotzki (1879-1940) bewohnt, dort wurde er auch ermordet.
Sehenswert ist auch die Basilika der Jungfrau von Guadalupe Hidalgo, in einem nördlichen Vorort der Stadt gelegen, ist sie das wichtigste Heiligtum Mexikos und eines der bedeutendsten Marienheiligtümer der Welt. Die Basilika musste in den 1970er Jahren neu gebaut werden, da die alte schon zu weit eingesunken war.
Kulinarische Spezialitäten
Neben den zahlreichen einheimischen Restaurants beherbergt Mexiko-Stadt auch Lokale mit chinesischer, US-amerikanischer, französischer und italienischer Küche. Ein wichtiger Bestandteil der mexikanischen Küche ist Mais, der in allen Variationen zubereitet wird, überwiegend als "tortillas", einem dem Pfannkuchen ähnlichen Brotersatz. Tortillas mit eingewickelten Fleisch- oder Gemüsestückchen heißen "enchiladas".
Die "Enchiladas suizas" enthalten zusätzlich Käse und eine Soße. "Tostadas", knusprige Tortillas, werden mit Bohnen, Käse, Tomaten und Salat belegt. Selbst eine Suppe, die "sopa de aztecas", enthält als Grundlage Tortilla-Stückchen. "Tamales" ist die Bezeichnung für eine Mischung aus Maisbrei, Rindfleisch, Huhn und Pfefferschoten, in Mais- oder Bananenblätter serviert. Die "Quesadilla" ist Tortillateig mit Gemüse und Käse. Fritierte Tortillas heißen "tacos", die zur Hälfte geklappt sind und Fleisch oder Gemüse enthalten.
Wirtschaft und Infrastruktur
Mehr als die Hälfte der Industrieproduktion des Landes entsteht in Mexiko-Stadt selbst oder in der näheren Umgebung. Arzneimittel, Chemikalien, Textilien, Elektro- und Elektronikartikel, Stahl und Transportausrüstungen werden hier hergestellt sowie die verschiedensten Nahrungsmittel und Verbrauchsgüter der Leichtindustrie.
Mexiko-Stadt ist das Zentrum eines sich herausbildenden Industriegürtels, der sich von Guadalajara im Westen bis nach Veracruz Llave an der Küste des Golfs von Mexiko im Osten erstreckt. Die Börse der Stadt ist eine der größten in Lateinamerika.
Die Stadt steht seit Jahren vor dem grossen Problem der Befriedigung der exorbitanten Wassernachfrage von 300 Liter pro Tag und Kopf. Durch die übermässige Entnahme von Grundwasser unterhalb der Stadt senkte sich der Boden um teilweise bis zu zehn Meter und führte dazu, dass man Wasser von weiter entfernten Quellen in die Stadt transportieren musste. Des Weiteren verliert die Stadt etwa 40% ihres Wassers durch das völlig marode Röhrennetz.
Verkehr
Aus Mexiko-Stadt führen die größten Autobahnen und Eisenbahnverbindungen in alle Richtungen des Landes. Der internationale Flughafen Benito Juárez hat inzwischen die Grenzen seiner Kapazität erreicht. Zu seiner Entlastung war der Bau eines weiteren Flughafens im Einzugsgebiet der Stadt vorgesehen. Im Juli 2002 wurde nach heftigen Protesten seitens der Bewohner betroffener Siedlungen dieser Plan fallen gelassen.
Der Verkehr in der Stadt ist ständig blockiert – teilweise bedingt durch die engen Straßen. Die U-Bahn verkehrt auf elf Linien und einem Gesamtnetz von 201,7 Kilometern. Der erste Streckenabschnitt wurde am 5. September 1969 in Betrieb genommen. Der Bau der U-Bahn sorgte nur anfangs für eine Besserung der Verkehrsprobleme. Die Straßenbahn ist am 15. Januar 1900 eröffnet worden und Trolleybusse fahren seit 9. März 1951 in der Stadt.
Bildung
In oder um Mexiko-Stadt liegen über zwei Dutzend höhere Ausbildungsstätten, einschließlich neun Universitäten.
Das Studium in Mexiko-Stadt und im ganzen Land wird von der riesigen, südlich der Stadtgrenze liegenden im Jahre 1551 gegründeten Nationalen Autonomen Universität Mexiko bestimmt.
Die Bibliothek auf dem Universitätscampus ist mit Mosaikdarstellungen aus der Geschichte und Kultur des Landes geschmückt.
Weblinks
- http://www.df.gob.mx (spanisch)
- http://www.mexicocity.gob.mx
- http://www.auswaertiges-amt.de/www/de/laenderinfos/laender/laender_ausgabe_html?land_id=111&type_id=13
- http://www.allaboutmexicocity.com
- http://www.mexiko-reisetipps.de
- http://www.arts-history.mx
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