Maschinengewehr 34

Das deutsche Maschinengewehr MG34 wurde von der Wehrmacht als Vorläufer des MG42 im zweiten Weltkrieg eingesetzt und hat seine Ursprünge in den Stellungskämpfen des 1. Weltkrieges.

Inhaltsverzeichnis

Vorgeschichte

Die schweren Maschinengewehre des 1. Weltkrieges konnten manche breit angelegte Infanterieattacke abwehren, indem sie horrende Verluste in die Reihen des Gegners schlugen, allerdings waren sie zu wenig mobil um auch im Sturm von Nutzen zu sein. Diese waren einfach viel zu sperrig und zu schwer, nicht zuletzt auch wegen der Wasserkühlung des Rohrs. Daher suchte man nach einem MG welches sowohl als schweres MG auf Lafette wie als leichtes MG auf Zweibein für den Sturm gleichermaßen einsetzbar war.

Beschreibung

Bereits 1929 begannen erste wehrtechnische Versuchsreihen die 1933 ihren Abschluss fanden, die neu entwickelte Waffe wurde als MG34 für das Militär übernommen. Es wies einige Besonderheiten auf, die auch für nachfolgende Entwicklungen wegweisend waren, z.B. bewegte sich der Verschluß im Laufgehäuse wodurch man auf Gleitbahnen und Verschlusshülse verzichten konnte, ebenso war es ein leichtes einen heißen Lauf nach längeren Feuerstößen auszutauschen.

Als Munition wurde die Infanteriepatrone 7,92 x 57 mm verwendet wie sie auch für viele andere Waffen der Wehrmacht zum Einsatz kam.

Die Vorteile dieser Waffe waren das relativ geringe Gewicht (konnte von einem einzelnen Soldaten ohne Schwierigkeiten mitgeführt werden), die hohe Schußfolge und die ausgezeichnete Schußgenauigkeit.

Nachteilig beim MG34 war jedoch die Tatsache, daß es eine Präzisionswaffe war und aus hochwertigen Materialien durch präzise Maschinen bearbeitet werden mußte. So war es eine empfindliche Waffe, die eine gut ausgebilde Bedienmannschaft erforderte. Unter anderem war die Zuverlässigkeit bei minderwertiger Munition oder bei extremen Witterungsverhältnissen niedrig. Dies und die Tatsache, daß die Präzisionsfertigung viel kostspieliger war als die Massenfertigung des MG42 sorgten schließlich für die Ablösung durch das MG42, das obendrein eine nochmals höhere Kadenz aufwies.

Das MG34 war bis zum Kriegsende auch das Standard Panzer-MG der deutschen Wehrmacht.

Außerdem erhielten im zweiten Weltkrieg mit dem Deutschen Reich verbündete Armeen ebenso das MG34, so z.B Finnland, Italien, Slowakei und Ungarn.

Verwendung nach 1945

Auch nach dem Zweiten Weltkrieg wurde das MG34 noch in mehreren Armeen eingesetzt, unter anderem in den Armeen von Frankreich, Israel, Italien, Portugal, CSSR und vielen Afrikanischen Ländern.

Das MG34 kam noch im Jahre 1956 bei der Sueskrise (2. Israelisch-Arabischer Krieg) auf israelischer Seite erneut zum Kriegseinsatz.

Technische Daten

Hersteller Diverse Hersteller, u.a. Rheinmetall, Mauser
Kaliber 7,92 x 57 mm
Länge 1.225 mm
Gewicht 11,5 kg mit Zweibein
Munitionszufuhr/Magazingröße Trommelmagazin mit 50-75 Patronen
Gurt mit 300 Patronen
Mündungsgeschwindigkeit des Geschosses 755 m/s
Mündungsenergie des Geschosses 3.600 - 5.000 J
Kampfentfernung Zweibein: 1.200 m
Lafette 3.000-3.500 m
Feuerrate 800 - 900 Schuss/min

See also: Maschinengewehr 34, 1. Weltkrieg, 1929, 1933, 1956, Afrika, Deutschland, Finnland, Frankreich