Michail Iwanowitsch Kalinin

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Michail Iwanowitsch Kalinin (russisch Михаил Иванович Калинин, wiss. Transliteration Michail Ivanovič Kalinin; * 7. November/19. November 1875 in Werchnjaja Troiza; † 3. Juni 1946 in Moskau) hatte in der Sowjetunion mehrere wichtige politische Funktionen inne.

Von 1898 an war er Mitglied der Russischen Sozialdemokratischen Arbeiterpartei (РСДРП). Er war Mitbegründer der Prawda. Nach der Oktoberrevolution 1917 wurde er Bürgermeister von Petrograd.

Er war von 30. März 1919 bis 15. Juli 1938 Vorsitzender des Allrussischen zentralen Exekutivkomitees der Sowjets der RSFSR und von 1. Januar 1926 bis 3. Juni 1946 Mitglied des Politbüros der KPdSU und Vorsitzender des Präsidiums des Obersten Sowjet (und damit Staatsoberhaupt). Er war an der Terrorherrschaft unter Stalin (siehe Gulag) beteiligt und unterzeichnete auch die Erlaubnis für das Massaker von Katyn.

Viele Städte wurden in der ehemaligen Sowjetunion nach ihm benannt oder umbenannt. Die russische Stadt Twer wurde zwischen 1931 und 1990 nach ihm Kalinin genannt (trägt inzwischen jedoch wieder ihren historischen Namen), die 1938 gegründete Stadt Kaliningrad bei Moskau, die 1995 in Koroljow umbenannt wurde, ebenfalls. Die 1946 nach ihm von Königsberg (Preußen) in Kaliningrad umbenannte Stadt heißt noch immer so.

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Anmerkung: Doppelte Daten sind erstens gemäß julianischem Kalender angegeben, der in Russland bis zur Oktoberrevolution 1917 galt, zweitens gemäß dem im Westen seit dem 16./18. Jh. verwendeten gregorianischen Kalender. (Siehe auch: Wikipedia:Namenskonventionen/Kyrillisch).

Personendaten
Kalinin, Michail Iwanowitsch
in russisch Калинин, Михаил Иванович
Wichtiger sowjetischer Politiker, u.a. Vorsitzender des Präsidiums des Obersten Sowjet (und damit Staatsoberhaupt)
19. November 1875
Werchnjaja Troiza
3. Juni 1946
Moskau

See also: Michail Iwanowitsch Kalinin, 1. Januar, 15. Juli, 1875, 1898, 19. November, 1917, 1919