Mikroevolution
Der Begriff der Mikroevolution beschreibt einen Vorgang der Evolution, der sich auf dem Niveau der biologischen Art oder darunter (also bei Unterarten oder Rassen) in biologischen Populationen abspielt und innerhalb eines relativ kurzen Zeitraumes stattfindet. Dabei handelt es sich meist um kleinere, durch Mutationen, Rekombinationen und Selektionsprozesse bedingte morphologische oder physiologische Veränderungen bei den betrachteten Organismen.
Beispiele für Mikroevolution sind
- die Ausdifferenzierungen der Haustierrassen aufgrund züchterischer Anstrengungen; jedoch auch in freier Natur zu beobachten
- das Auftreten einer dunklen Variante des Birkenspanners in englischen Industrierevieren, auch bekannt als der sogenannte Industriemelanismus.
- Resistenzausbildung von Mikroorganismen gegen Antibiotika
- Veränderungen der Schnabelgröße bei Darwinfinken
- die Speziation oder Artbildung (allerdings gibt es viele Autoren, die Speziation schon zur Makroevolution rechnen)
Siehe auch: Makroevolution
