Minenjagdboot
Minenjagdboote dienen wie auch Minensuchboote der Bekämpfung von Seeminen. thumb|Minenjagdboot Klasse 332
Minenjagd
Moderne Seeminen reagieren vorwiegend auf Veränderung des Erdmagnetfeldes, des Umgebungsgeräusches und/oder des Wasserdruckes. Daher sind Minenjagdboote aus Holz oder Glasfaserverstärktem Kunststoff, die modernen Einheiten der Deutschen Marine aus amagnetischem Stahl gebaut. Antriebsanlagen und Aggregate sind auf möglichst geräuscharmen Betrieb ausgelegt.
Im Unterschied zu Minensuchbooten, die durch nachgeschlepptes mechanisches Räumgerät Ankertauminen schneiden oder durch nachgeschleppte Elektromagnete (sogenannte Hohlstäbe) und Geräuscherzeuger Grundminen zur Detonation bringen sollen, suchen Minenjagdboote mit einem in ihrem Rumpf eigebauten Sonar Meeresgrund und Wassersäule vor ihrem Bug ab.
thumb|Minenjagddrohne Pinguin Die hierbei detektierten Kontakte werden anschließend mit einer Unterwasserdrohne oder durch Minentaucher identifiziert und gegebenenfalls mit Minenvernichtungsladungen bekämpft.
Minenjagdboote der Deutschen Marine
Derzeit (Januar 2005) sind in der Deutschen Marine
- 12 Minenjagdboote der Frankenthal-Klasse (Klasse 332) und
- 5 Minenjagdboote der Kulmbach-Klasse (Klasse 333)
sowie
- 5 Hohlstablenkbooten der Ensdorf-Klasse (Klasse 352).
in Dienst.
