Missionarsstellung

thumb|MissionarsstellungDie Missionarsstellung ist eine der häufigsten Arten, den Geschlechtsverkehr zu praktizieren. Dabei liegt die Frau mit gespreizten Beinen auf dem Rücken und der Mann über ihr.

Ihren Namen hat diese Stellung daher, dass christliche Missionare bei der Christianisierung anderer Völker diese Stellung als die einzig zulässige beim Geschlechtsverkehr zwischen Eheleuten durchzusetzen versuchten.

Die Stellung hat den Ruf, besonders von unerfahrenen Menschen verwendet zu werden. Sie kann jedoch bei guter Ausrichtung des weiblichen Beckens (Erhöhung durch untergeschobene Kissen) während des Geschlechtsaktes zu einem ausgeprägten Orgasmus beider Partner führen, da der Mann die Hand frei hat, um die Klitoris zu reizen.

Nach Meinung vieler Sexual- und Evolutionsforscher stellt die Entwicklung der Missionarsstellung - und damit die langsame "Wanderung" der weiblichen Vagina nach vorn - einen zentralen Prozess der Menschwerdung dar: Menschen und Menschenaffen sind die einzigen Lebewesen auf der Erde, die den Geschlechtsakt vornehmlich von Angesicht zu Angesicht praktizieren - und damit wesentlich direkter auf den im Gesicht ablesbaren Gefühlszustand des Partners reagieren können und müssen. Dies trug massgeblich zur Entwicklung der Gattung Homo zu einer sozialen Lebensform bei, die beim Sex nicht nur die eigene, sondern auch die Befriedigung des Partners als Ziel hat.

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