Mittelrhein

[[Bild:Mittelrhein_burg_katz.jpg|right|thumb|315px|Blick in das Mittelrheintal auf Höhe der ]]

Der Begriff Mittelrhein bezeichnet zum einen den Streckenabschnitt des Rheins zwischen Bingen / Rüdesheim und Bonn, zum anderen das dort gelegene deutsche Weinbaugebiet. Mit seinen hochrangigen Baudenkmälern, den rebenbesetzten Hängen, seinen auf schmalen Uferleisten zusammengedrängten Siedlungen und den auf Felsvorsprüngen aufgereihten Höhenburgen gilt er als Inbegriff der romantischen Rheinlandschaft. Andere Abschnitte des Rheins sind Oberrhein und Niederrhein.

Inhaltsverzeichnis

Die Landschaft

[[Bild:Deutsches Eck.jpg|thumb|350px|Moselmündung am Deutschen Eck in ]] Die geographische Bezeichnung Mittelrhein bezieht sich auf die klassische Rheinlandschaft des Engtals zwischen Bingen und Bonn. Am 27. Juni 2002 wurde das Mittelrheintal zwischen Bingen/Rüdesheim und Koblenz in die Liste des Weltkulturerbes der UNESCO aufgenommen. Es verläuft fast auf ganzer Länge, bis Rolandseck und Rheinbreitbach auf dem Gebiet des Bundeslandes Rheinland-Pfalz, dann auf dem von Nordrhein-Westfalen. Geographisch zählt zum Mittelrheintal auch das rechte Rheinufer zwischen Rüdesheim und Lorch, das zu Hessen und zum Weinanbaugebiet Rheingau gehört. Das Neuwieder Becken trennt den oberen vom unteren Mittelrhein. Eine wichtige Verkehrsverbindung am Mittelrhein ist die linksrheinische Eisenbahnstrecke.

Ortschaften

Die wichtigsten Städte am linken Ufer sind Bingen, Bacharach, Oberwesel, Sankt Goar, Boppard und Koblenz am oberen sowie Andernach, Bad Breisig, Sinzig, Remagen, Königswinter und Bonn am unteren Mittelrhein. Am rechten Flussufer liegen Rüdesheim, Kaub, Braubach und Lahnstein am oberen sowie Vallendar, Bendorf, Neuwied, Bad Hönningen, Linz und Bad Honnef am unteren Mittelrhein.

Burgen und Schlösser

[[Bild:Schlossstolzenfels.jpg|thumb|250px|]]

[[Bild:Burg Pfalzgrafenstein - Kaub.jpg|thumb|250px|Burg Pfalzgrafenstein bei ]]

Nebenflüsse

Größere Zuflüsse auf diesem Streckenabschnitt sind linksrheinisch Nahe, Mosel und Ahr, rechtsrheinisch Lahn, Wied und Sieg.

Das Weinbaugebiet

[[Bild:Mittelrhein_Rheinbrohl.jpg|thumb|right|250px|Blick von der Rheinbrohler Ley auf Rheinbrohl und Bad Hönningen, gegenüber der Hafen von Brohl-Lützing, Burg Rheineck und ]]

Geographische Lage

Das Gebiet der Weinregion Mittelrhein erstreckt sich über ca. 110 km von der der Nahe bei Bingen) bis zum Siebengebirge bei Bonn. Während am oberen Mittelrhein, von Bingen bis Koblenz, hauptsächlich die rechte Hangseite entlang des Rheins mit Rebstöcken bepflanzt wurde ist am unteren Mittelrhein, der von Koblenz bis zum Siebengebirge reicht, vor allem die linke Uferseite bestockt.

Klima

Am Mittelrhein herrscht ein gemäßigtes Klima, das heißt es gibt verhältnismäßig viele Sonnentage, ohne dass die Hitze oder auch zu kalte Temperaturen überhand nehmen. In den Monaten Juni bis August regnet es – zumindest was die Vegetation des Weines betrifft – erfreulicherweise mehr als ausreichend. In Zahlen ausgedrückt: 570 mm im Mittel. Wie bei den meisten Weinbaugebieten ist es nicht ohne Grund, dass sie in der Nähe eines Stromes angesiedelt sind. Die Wasseroberfläche speichert im Laufe des Tages eine Wärmeenergie, die sie auch noch weit nach Sonnenuntergang abgibt und so unmäßige Temperaturschwankungen vermeidet. So kommt es, dass der Jahresdurchschnitt der Temperaturen bei erträglichen 9,3° Celsius liegt.

Böden

Neben dem Klima ist die Beschaffenheit des Bodens eines der prägnantesten Ursachen für die Merkmale eines Weines. Sie sind für die Charakteristika und damit oft auch für die Unverwechselbarkeit des Gewächses verantwortlich. Am Mittelrhein beherrschen Schiefer- und Grauwackenverwitterungsböden die Landschaft, im Norden vom vulkanischen Ursprung geprägt (Bims und Tuffstein), aber auch Lössinseln, Lehm- und Rheinkieselböden sind zu finden.

Rebfläche und Lagen

Die Gesamtrebfläche beträgt ca. 500 Hektar, das Gebiet ist in 11 Großlagen und 111 Einzellagen unterteilt.

Die Großlagen sind (von Süden nach Norden): thumb|right|250px|Blick vom Hammerstein

Bereich Loreley
Burg Reichenstein
Bacharach, Burg Stahleck
Herrenberg
Oberwesel, Schönburg
Loreleyfelsen
St. Goar, Burg Rheinfels
Gedeonseck
Marksburg
Lahntal
Unterer Mittelrhein
Leutesdorf, Burg Hammerstein
Bereich Siebengebirge
Petersberg

Die bedeutendsten Anbauorte sind Bacharach, Boppard und Leutesdorf, erstklassige Einzellagen sind:

Bacharacher Hahn
Bacheracher Posten
Bacharacher Wolfshöhle
Bopparder Hamm (Feuerlay, Mandelstein u.a.)
Oberweseler Ölsberg

Rebsorten

Riesling (ca. 70% der Rebfläche), Spätburgunder (7%), Müller-Thurgau beziehungsweise Rivaner (7%), Kerner (5%), Dornfelder (2%), Scheurebe, Weißburgunder, Grauburgunder, Portugieser u.v.m.

Wichtige Winzerbetriebe

Der Weinbau am Mittelrhein wird von (meist kleinen) privaten Weingütern dominiert, Anbau und Ausbau des Weines liegt meist in einer Hand. Die Weine sind oft nur direkt über die Winzer zu beziehen. Genossenschaften gibt es nur wenige.

Herausragende Weingüter:

Weingut Goswin Lambrich (Dellhofen bei Oberwesel), Toni Jost (Hahnenhof, Bacharach), Weingut Weingart (Spay bei Boppard), Weingut M. Müller (Spay), Weingut Ratzenberger (Bacharach), August Perll (Boppard)

auch zu empfehlen - Weingut Jürgen Stassen, Oberheimbach - http://www.stassenwein.de

Veranstaltungen

Weblinks


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See also: Mittelrhein, 2002, 27. Juni, Ahr, Andernach, Bacharach, Bad Breisig, Bad Honnef, Bad Hönningen