Mokka (Kaffee)

thumb|Zubehör für einen türkischen oder griechischen Mokka Mokka bezeichnet spezielle Zubereitungsarten von Kaffee. Benannt wurde er nach der Hafenstadt Al Mukah am Roten Meer, dem späteren Mokka, von wo aus früher Kaffee verschifft wurde. Ebenso wie Kaffee bezeichnet Mokka regional unterschiedliche Zubereitungsarten, in Deutschland ist heute meist der türkische bzw. arabische Mokka gemeint.

Inhaltsverzeichnis

Mokka und Schokolade

Der Geschmack des Kaffeebohnen aus Mokka erinnert leicht an Schokolade, obwohl darin kein Kakao enthalten ist. Im Nachkriegsdeutschland wurde der Begriff gerne für süße Produkte mit Kaffee- und Kakaogeschmack wie Mokka-Eiscreme, Mokka-Schokolade oder Mokka-Milchmischgetränke genutzt, heute werden dafür in der Regel modischere Bezeichnungen wie zum Beispiel Latte macchiato verwendet. In Großbritannien bezeichnet der Mocha einen Kaffee mit Kakao oder Schokolade, in der Regel enthält er auch Milch oder Sahne.

Mokkakannen

Die erste Espressokanne der Firma Bialetti trug den Namen Moka Express, inzwischen wird der stundenglasförmige Aluminiumkocher von unzähligen namenlosen Herstellern angeboten. Um den Kaffee aus diesem Kocher, der mit weniger Druck gebrüht wird und keine Schaumkrone entwickelt, vom echten Espresso aus Pumpen- oder Kolbendruckmaschinen zu unterscheiden, wird er gelegentlich auch Moka oder Mokka genannt.

Wiener Mokka

In der Wiener Kaffeehaus-Tradition bezeichnet ein Mokka (auch Schwarzer) einen besonders starken Kaffee, vergleichbar dem Espresso.

Arabischer Mokka

Der arabische Mokka wird in der Regel mit Kardamom gewürzt und ungesüßt sehr heiß serviert. Im Gegensatz dazu wird der türkische Mokka stets gesüßt und mit Rosenwasser gewürzt. Neben Kardamom sind auch Zimt oder Nelken als Gewürz für den Mokka beliebt.

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Zubereitung eines Mokka mit typischem mehrfach wiederholten Aufkochvorgang. In Bild 7 der Abbildung sieht man links unten noch ungemahlenen Kardamom und rechts davon gemahlenen Zimt.

Bei dieser Zubereitung eines Kaffees handelt es sich wohl um die älteste bekannte Kaffeezubereitungsart. Ursprünglich wurde das Kännchen jedoch nicht direkt erhitzt (Herdplatte, Gasflamme), sondern in einem heißen Sandbett auf einer Feuerstelle langsam auf Kochtemperatur gebracht, eine alte Zubereitungsart die auch noch vereinzelt in Griechenland anzutreffen ist.

Das langstielige Kännchen für die Zubereitung eines Mokka nennt sich Ibrik (je nach Sprache und Land auch Cezve; sprich: „Scheffschä“). In der Abbildung ist ein recht stilloser Edelstahl-Ibrik mit Plastikgriff zu bewundern. Bei schlechtem Stahl kann soetwas zu einer Geschmacksbeeinflussung führen. Stilecht ist ein Ibrik aus innen verzinnten Kupfer oder Messing gefertigt. Es ist üblich, unten auf dem Boden des Ibrik eine Zahl einzuschlagen, die angibt, für welche Tassenanzahl der Ibrik bestimmt ist.

Eigentlich kommt ein Kaffee für einen Mokka wohl aus den Anbaugebieten Äthiopien und Jemen. Aber es kann ohne weiteres auch anderer Kaffee verwendet werden, solange er staubfein gemahlen wurde. Der staubfeine Kaffee wird in balkanischen Ländern als „Minas“ verkauft.

Hinweise

Diese Methode der Kaffeezubereitung führt wahrscheinlich zur größten denkbaren Menge Koffein pro Tasse, die man aus den Kaffeebohnen brauen kann. Dabei werden natürlich auch die Gerbstoffe und Schadstoffe wie Kaffee-Diterpene frei.

Weblinks

20px Wikibooks: Zubereitung eines Mokka / Türkischen Kaffees

See also: Mokka (Kaffee), Alfonso Bialetti, Espresso, Espressokanne, Jemen, Kaffee (Getränk), Kardamom, Mokka (Stadt), Rosenwasser