Moksha

Moksha (Sanskrit, m., मोक्ष, mokṣa) bedeutet im Buddhismus und Hinduismus Erlösung. Dies beinhaltet die Befreiung aus der Kette von Geburt, Tod und Wiedergeburt (Samsara) und stellt das Ziel des menschlichen Lebens dar. Es ist gleichbedeutend mit dem Freisein vom Körper und den Fesseln von Raum und Zeit.

Im Hinduismus, der keineswegs eine einheitliche Religion ist, gibt es unterschiedliche Auffassungen wie Moksha erreicht wird. Im populären Hinduismus (Vishnuismus und Shivaismus) wird angenommen, der Mensch bedürfe der Gnade Gottes, um Erlösung zu erlangen. Diese Gnade wird durch liebende Hingabe, Bhakti, gewonnen. Auch ist Vertrauen (Prapatti) zur Erlangung der Gnade notwendig. Jedoch gibt es auch Schulen, die annehmen, die Gnade Gottes werde ohne eigenes Zutun erlangt.

Andere Wege (wie z.B. Jnana Yoga) gehen davon aus, der Mensch könne sich durch das wahre Wissen und Erkenntnis sowie die Zügelung der Leidenschaften selbst erlösen. In diesem Falle wird das Gesetz des Karma nicht durch göttliche Gnade außer Kraft gesetzt. Dies entspricht der Sichtweise des klassischen Brahmanismus und der Philosophie der Upanishaden.

Einige Schulen benutzen Meditation und Askese als Weg zur Erlösung, andere nehmen an, der Mensch könne erst durch den Tod erlöst werden.

Im Buddhismus erfolgt die Erlösung durch Eintritt ins Nirvana.


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