Monokultur
Eine Monokultur besteht, wenn auf einer land- oder forstwirtschaftlich genutzten Fläche nur eine bestimmte Art von Nutzpflanzen angebaut wird.
Der intensive Anbau einer Kulturpflanze ist zwar aus wirtschaftlicher Sicht zunächst billiger (Skaleneffekt), langfristig birgt er jedoch einige Risiken: Monokulturen begünstigen die Invasion spezialisierter Schädlinge (Insekten, Keime, Pilze), wodurch Kosten für Insektizide, Pestizide bzw. Fungizide entstehen. Herbizide werden eingesetzt, um das Wachsen anderer Pflanzen zu unterbinden. Durch den einseitigen Nährstoffbedarf laugt der Boden schnell aus, was zusäztliche Kosten für Dünger verursacht.
Beispiele
thumb|Monokultur in der Forstwirtschaft
- In der Forstwirtschaft werden Wälder als Monokultur betrieben, um die Holz verarbeitende und Papierindustrie mit dem Rohstoff Holz zu beliefern.
- Die Great Plains in den USA sind für ihre riesigen Weizenfelder bekannt. In den 1930er Jahren führte hier die Monokultur zu katastrophalen Staubstürmen.
- Im übertragenen Sinne wird auch außerhalb der Landwirtschaft von Monokultur gesprochen, etwa wenn die Tatsache, dass 90% aller Computer mit demselben Betriebssystem arbeiten, dazu führt, dass sich Computerviren sehr schnell ausbreiten.
- Der Begriff Monokultur wird im Tourismus verwendet, wenn ganze Länder oder Landstriche abhängig von dieser Wirtschaftsform sind.
Antonym
Das Gegenteil von Monokultur ist Artenvielfalt im Rahmen extensiver Bewirtschaftung.
Siehe auch: grüne Revolution
