Mosbach (Baden)
| Wappen | Karte |
|---|---|
| 140px Wappen | 140px|Deutschlandkarte, Position von Mosbach hervorgehoben |
| Basisdaten | |
| Bundesland: | Baden-Württemberg |
| Regierungsbezirk: | Karlsruhe |
| Regionalverband: | Rhein-Neckar-Odenwald |
| Landkreis: | Neckar-Odenwald-Kreis |
| Geografische Lage: | 49° 21' n. Br. 9° 9' ö. L. |
| Höhe: | 156 m ü. NN |
| Fläche: | 62,23 km² |
| Einwohner: | 25.189 (31. März 2004) |
| Bevölkerungsdichte: | 405 Einwohner je km² |
| Postleitzahlen: | 74801-74821 (alt: 6950) |
| Vorwahl: | 06261 |
| Kfz-Kennzeichen: | MOS |
| Gemeindeschlüssel: | 08 2 25 058 |
| Stadtgliederung: | 6 Stadtteile |
| Adresse der Stadtverwaltung: | Hauptstr. 29 74821 Mosbach |
| Website: | www.mosbach.de |
| E-Mail-Adresse: | info@mosbach.de |
| Politik | |
| Oberbürgermeister: | Gerhard Lauth |
Mosbach ist eine Stadt im Norden Baden-Württembergs, etwa ca. 34 km nördlich von Heilbronn bzw. 58 km östlich von Heidelberg. Sie ist die Kreisstadt und größte Stadt des Neckar-Odenwald-Kreises und bildet ein Mittelzentrum im Bereich des Oberzentrums Heidelberg. Zum Mittelbereich Mosbach gehören neben Mosbach die Städte und Gemeinden Aglasterhausen, Billigheim, Elztal, Fahrenbach, Haßmersheim, Hüffenhardt, Limbach, Neckarzimmern, Neunkirchen, Obrigheim, Schefflenz und Schwarzach. Darüber hinaus gibt es Verflechtungen mit dem benachbarten Mittelzentrum Eberbach hinsichtlich der Gemeinden Binau, Neckargerach, Waldbrunn und Zwingenberg.
Die Einwohnerzahl der Stadt Mosbach überschritt 1975 im Rahmen der Gebietsreform die 20.000-Grenze. Daraufhin stellte die Stadtverwaltung den Antrag auf Erhebung zur Großen Kreisstadt, was die Landesregierung dann mit Wirkung vom 1. Juli 1976 beschloss. Bis heute ist Mosbach die einzige Große Kreisstadt des Neckar-Odenwald-Kreises. Mit den Gemeinden Elztal, Neckarzimmern und Obrigheim hat die Stadt Mosbach eine Verwaltungsgemeinschaft vereinbart.
| Inhaltsverzeichnis |
Geografie
Mosbach liegt an den südlichen Ausläufern des baden-württembergischen Odenwaldes an der Grenze zum Bauland im Tal der Elz, einem rechten Nebenfluss des Neckars, kurz vor deren Mündung im Stadtteil Neckarelz. Die Stadt gehört zum Naturpark Neckartal-Odenwald. Die Höhenzüge um die Kernstadt sind der Hardberg und der Henschelberg.
Nachbargemeinden
Folgende Städte und Gemeinden grenzen an die Stadt Mosbach. Sie werden im Uhrzeigersinn beginnend im Norden genannt und gehören alle zum Neckar-Odenwald-Kreis:
Fahrenbach, Elztal, Billigheim, Neckarzimmern, Hüffenhardt, Binau, Neckargerach und Waldbrunn.
Stadtgliederung
Das Stadtgebiet Mosbachs besteht aus der Kernstadt und den Stadtteilen Diedesheim, Lohrbach, Neckarelz, Reichenbuch und Sattelbach. In den etwas weiter von der Kernstadt entfernten Stadtteilen Lohrbach, Reichenbuch und Sattelbach gibt es jeweils einen Ortschaftsrat mit einem Ortsvorsteher als Vorsitzenden. Die Ortschaftsräte werden bei jeder Kommunalwahl von der Bevölkerung der Ortschaft gewählt und sind zu wichtigen, die Ortschaft betreffenden Angelegenheiten zu hören.
Neben den genannten Stadtteilen gibt es weitere separat gelegene Orte (z.B. Nüstenbach und Waldstadt) und Wohnplätze oder Wohngebiete mit eigenem Namen, deren Grenzen oftmals nicht festgelegt sind. Hierunter gehören zum Beispiel Schreckhof, Tannhof, Hammerweg, Hardhof und Masseldorn.
Geschichte
thumb|Das Tempelhaus in Neckarelz Mosbach entstand um das Benediktinerkloster "Monasterium Mosabach" und wurde im 9. Jahrhundert erstmals urkundlich erwähnt. Hieraus wuchs nach und nach ein Gemeinwesen, dem 1241 die Rechte als Reichsstadt verliehen wurde. Doch konnte die Stadt diese Rechte nur bis 1362 behaupten, dann wurde sie kurpfälzisch. Das älteste heute noch erhaltene Gebäude Mosbachs ist das Tempelhaus (Neckarelz).
Im 15. Jahrhundert war Mosbach Residenz der Pfalzgrafen Otto I. und Otto II. Zur Pfalzgrafschaft Mosbach gehörten u.a. Güter am Neckar, im Kraichgau, an der Bergstraße sowie um Neumarkt in der Oberpfalz. Nach Auflösung des Mosbacher Fürstentums 1499 wurde die Stadt Sitz des Oberamtes Mosbach, das bis zum 18. Jahrhundert zum bedeutendsten rechtsrheinischen Oberamt der Kurpfalz heranwuchs.
1806 kam die Stadt an das Großherzogtum Baden und wurde auch hier Sitz eines Amtes. Zunächst gab es ein Stadtamt sowie ein Erstes und ein Zweites Landamt. Diese wurden 1822 zum Bezirksamt Mosbach vereinigt. Mitte des 19. Jahrhunderts nahm Mosbach durch die Anbindung an die Eisenbahnlinie Heidelberg-Meckesheim-Obrigheim und die Entstehung von Eisengießereien einen wirtschaftlichen Aufschwung. Weiters war Mosbach Startpunkt der Schmalspurbahn Odenwaldexpress
Aus dem Bezirksamt Mosbach wurde 1939 der Landkreis Mosbach, der im Zuge der Kreisreform zum 1. Januar 1973 mit dem Landkreis Buchen und einigen Gemeinden anderer Landkreise zum neuen Neckar-Odenwald-Kreis vereinigt wurde. Mosbach wurde bzw. blieb auch Kreisstadt des neuen Landkreises und wurde schließlich nach Eingliederung einiger Nachbargemeinden 1976 zur Großen Kreisstadt erklärt.
Der Stadtteil Waldstadt wurde in der Wirtschaftswunderzeit als Bundesdemonstrationsbauvorhaben "aus dem Nichts" errichtet.
1997 war Mosbach Gastgeber der Landesgartenschau Baden-Württemberg.
Religionen
thumb|Überblick über die Altstadt, rechts der Turm der Simultankirche Mosbach gehörte spätestens seit 1261 zum Bistum Würzburg und war dem Archidiakonat Weinsberg-Buchen, Landeskapitell Buchen, zugeordnet. Ab 1520 war ein evangelischer Prediger in Mosbach, doch wurde erst 1546 der Messgottesdienst abgeschafft. Die Reformation wurde dann offiziell 1556 zunächst nach lutherischem Bekenntnis eingeführt. 1559 wechselte man zum reformierten Bekenntnis. Ab 1576 war die Stadt nochmals vorübergehend (bis 1583) lutherisch. Im 30jährigen Krieg war Mosbach vorübergehend wieder katholisch. Ab 1680 gab es lutherische Gemeindeglieder, die von Neckarzimmern aus versorgt wurden. Ab 1685 waren dann erstmals alle drei Bekenntnisse wieder zugelassen und 1696 wurde eine eigene lutherische Gemeinde gegründet. Ab 1698 wurde die Kirche der Stadt von den Reformierten und den Katholiken simultan genutzt. 1708 wurde die Kirche durch eine Scheidemauer getrennt, den Katholiken wurde der Chorraum, den Protestanten das Schiff zugewiesen. Diese Aufteilung besteht heute noch.
Nach dem Übergang an das Großherzogtum Baden 1806 erfolgte 1821 die Vereinigung beider protestantischen Gemeinden zu einer unierten Gemeinde. Mosbach wurde Sitz eines Dekanats. Der zugehörige Kirchenbezirk umfasst heute alle Kirchengemeinden der Stadt und des gesamten Umlands. Im Stadtgebiet Mosbachs gibt es folgende evangelischen Kirchengemeinden: Kirchengemeinde Mosbach mit der Stiftskirche und dem Gemeindehaus Bergfeld, Luthergemeinde Waldstadt mit Gemeindehaus, Christuskirchengemeinde mit der Christuskirche und der Dorfkirche Nüstenbach, Kirchengemeinde Lohrbach mit den Kirchen in Lohrbach und Reichenbuch sowie Kirchengemeinde Neckarelz-Diedesheim mit der Martinskirche und dem Ökumenischen Zentrum Neckarelz.
Die katholische Gemeinde Mosbach gehörte zunächst weiterhin zum Bistum Würzburg, nach dessen Auflösung zum Generalvikariat Bruchsal, bevor sie 1821/27 Teil des neu gegründeten Erzbistums Freiburg wurde. Mosbach wurde Sitz eines Dekanats. Im Stadtgebiet Mosbachs gibt es heute folgende Kirchengemeinden: St. Cäcilia und St. Josef in der Kernstadt mit den Kirchen St. Cäcilia, St. Juliana, Maria Königin, St. Josef und dem Gemeindezentrum Waldstadt, St. Maria Neckarelz-Diedesheim mit der Marienkirche, dem Tempelhaus und dem Ökumenischen Zentrum in Neckarelz sowie Lohrbach-Sattelbach-Reichenbuch mit den Kirchen St. Paulus Lohrbach, St. Josef Sattelbach und Herz Jesu Reichenbuch.
Neben den beiden großen Kirchen gibt es in Mosbach auch Freikirchen und Gemeinden, darunter eine Evangelisch-freikirchliche Gemeinde (Baptisten), die Internationale Missionsgesellschaft der Siebenten-Tags-Adventisten, die Reformationsbewegung Missionshaus "Salem" und die Gemeinde Gottes Neckarelz. Mosbach ist auch Sitz des Missionswerks Operation Mobilisation e.V. (OM).
Auch die Jehovas Zeugen und die Neuapostolische Kirche sind in Mosbach vertreten.
Eingemeindungen
Folgende Gemeinden wurden Nach Mosbach eingegliedert bzw. mit Mosbach zusammen geschlossen:
- am 1. April 1935: Nüstenbach
- am 1. Dezember 1972: Lohrbach, Reichenbuch, Sattelbach
- am 1. Mai 1973: Diedesheim
- am 15. April 1975: Vereinigung mit der Gemeinde Neckarelz
Einwohnerentwicklung
Einwohnerzahlen nach dem jeweiligen Gebietsstand (zwischen 1871 und 1933 jedoch bereits inclusiv Nüstenbach, obwohl dieser Ort erst 1935 eingegliedert wurde). Die Zahlen sind Volkszählungsergebnisse (¹) oder amtliche Fortschreibungen der jeweiligen Statistischen Ämter (nur Hauptwohnsitze). thumb|right|250px|Bevölkerungsentwicklung
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¹ Volkszählungsergebnis
Politik
Gemeinderat
Der Gemeinderat der Stadt Mosbach hat seit der letzten Kommunalwahl vom 13. Juni 2004 insgesamt 33 Mitglieder, die den Titel "Stadträtin/Stadtrat" führen. Sie gehören folgenden Parteien an:
- CDU 15 Sitze
- SPD 9 Sitze
- FWV 5 Sitze
- Alternative Liste 3 Sitze
- FDP 1 Sitz
Bürgermeister
An der Spitze der Stadt steht der Bürgermeister, seit 1. Juli 1976 Oberbürgermeister, der von der Bevölkerung auf 8 Jahre direkt gewählt wird. Sein ständiger Vertreter ist der "Erste Beigeordnete" mit der Amtsbezeichnung "Bürgermeister".
Bürgermeister bzw. (ab 1976) Oberbürgermeister thumb|Das Rathaus am Marktplatz
- 1866-1882: Georg Adam Wolf
- 1882-1889: August Strauß
- 1890-1891: Ludwig Lempp
- 1892-1901: August Strauß
- 1902-1924: Jakob Renz
- 1924-1933: Dr. Eugen Boulanger
- 1933-1938: Dr. Theophil Lang
- 1938-1941: Dr. Fred Himmel
- 1941-1942: Anton Rheindl
- 1942-1945: Arthur Muser
- 1945-1954: Wilhelm Schwarz
- 1954-1974: Werner Tarun
- 1974-1985: Fritz Baier, CDU
- 1985-1990: Fritz Raff
- 1990- heute: Gerhard Lauth
Wappen
Das Wappen der Stadt Mosbach zeigt in Gold einen rot bewehrten und rot bezungten schwarzen Adler, belegt mit einem silbernen Brustschild mit übereinander stehenden schwarzen Großbuchstaben OM.
Der Adler symbolisiert das Reich und verweist somit auf die einstige Freie Reichsstadt Mosbach. Die Buchstaben OM bedeuten wohl "Oppidum Mosbacense" und wurden als Unterscheidung zu ähnlichen reichsstädtischen Wappen aufgenommen.
Städtepartnerschaften
Mosbach unterhält mit folgenden Städten Städtepartnerschaften:
- Château-Thierry (Frankreich), seit 1974
- Pößneck (Thüringen), seit 1989
- Finike (Türkei), seit 1994
- Lymington, District New Forest (Vereinigtes Königreich), seit 1996
- Pesthidegkut (Ungarn), seit 1998
Kultur und Sehenswürdigkeiten
Bauwerke
thumb|Marktplatz mit Palmschen Haus thumb|Der Kiwwelschisserbrunnen oberhalb des Marktplatzes Sehenswert in Mosbach ist vor allem der Marktplatz. Hier steht u.a. das Palm'sche Haus, ein 1610 erbautes Fachwerkhaus, das als Wahrzeichen der Stadt gilt und eines der schönsten Fachwerkhäuser Süddeutschlands ist. Besonders erwähnenswert ist der "Neidkopf" am Eckpfeiler des Hauses. Das älteste Fachwerkhaus ist das Salzhaus. Ferner steht am Marktplatz das Rathaus mit Rathausturm und die Stiftskirche, eine Simultankirche, deren Kirchenschiff als evangelische Kirche genutzt wird. Der Chorraum ist durch eine Mauer getrennt und dient als katholische Kirche St. Juliana.
Weitere Sehenswürdigkeiten sind das Gutleuthaus und das Elendhaus, sowie die Gutleut-Kapelle, das Alte Hospital, Haus Kickelhain und der Klostergarten.
Das 700 Jahre alte Tempelhaus im Stadtteil Neckarelz hat Burg- und Kirchencharakter mit barocken Heiligenfiguren neben mittelalterlichen Schießscharten.
Mit dem Kiwwelschisserbrunnen wurde dem früheren Spitznamen der Mosbacher bei den Bewohnern der benachbarten Dörfern ein Denkmal gesetzt.
Parks
Der Landesgartenschaupark war Veranstaltungsort der 15. baden-württembergischen Landesgartenschau im Jahre 1997. Sein Kern ist der zu Beginn des 20. Jahrhunderts. angelegte Stadtgarten. Er liegt beiderseits der Elz und grenzt direkt an die Altstadt. Neben dem Stadtgarten enthält der LGS-Park den Loretto-Park.
Theater
Theaterdarbietungen gibt es u.a. in der Alten Mälzerei, dem kulturellen Veranstaltungszentrum in Mosbach.
Museen
Das Stadtmuseum zeigt eine Dauerausstellung über Stadt-, Regional- und Kulturgeschichte.
Regelmäßige Veranstaltungen
- Mai: Frühlingsfest
- Juli bis September: Mosbacher Sommer
- September: Internationales Straßentheater
Vereine
Musikvereine
- Musikverein Mosbach
- Männerchor des Nicolaus-Kistner-Gymnasiums
- Gesangverein "Harmonie" Reichenbuch
- Gesangverein "Eintracht" Nüstenbach
- HarmoNixen
- Männergesangverein "Frohsinn" 1845 Mosbach - Troubadix
- Postchor Mosbach
- Frauenchor Mosbach
- Sängerkreis Mosbach
- Tanz- und Blasorchester Lohrbach
- Männergesangverein "Frohsinn 1950" Sattelbach
- Männergesangverein "Liedertafel" Lohrbach
- Männer-Gesang-Verein "Neckarperle"
- Männergesangverein "Sängerlust" Diedesheim
Sportvereine
Fußballvereine
- Mosbacher FV 1919
- Spielvereinigung Neckarelz
- Türkspor Mosbach
- FC Mosbach 1951
- FC Fortuna Lohrbach
- FV Reichenbuch
- SV Alemannia Sattelbach
- SV Bergfeld
andere Sportvereine
- Leichtathletikzentrum Mosbach-Elztal
- Turnverein 1846 (TV) Mosbach (u.a. Handball)
- Ruderclub Neptun
- Tennisclub GrünWeißRot Mosbach
- Tennisclub Waldstadt
- Tennisclub Neckarelz
- Tennisverein Blau-Weiß 1979 Reichenbuch
- Tischtennisverein 1950 Nüstenbach
- VfB 1967 Waldstadt
Wirtschaft und Infrastruktur
Verkehr
Mosbach hat keinen direkten Anschluss an eine Bundesautobahn. Die nächsten Autobahnen sind die A 6 Mannheim-Heilbronn und die A 81 Heilbronn-Würzburg. Durch das Stadtgebiet führen die Bundesstraßen B 27, B 37 und B 292.
Der Stadtteil Neckarelz hat Bahnanschluss an der Strecke Heilbronn-Eberbach-Heidelberg. In Neckarelz zweigt die Bahnlinie nach Osterburken-Lauda ab. Hier befindet sich der Bahnhof Mosbach. Den öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) bedienen darüber hinaus mehrere Buslinien.
Durch die S-Bahn auf diesen Linien gibt es gute Anbindungen nach Würzburg, Heidelberg, Mannheim und in die Pfalz. Siehe hierzu Rhein-Neckar-S-Bahn.
Einrichtungen
In Mosbach sind die Johannes-Anstalten der Diakonie ansässig - ein Wohnheim für 560 behinderte Menschen. Darüber hinaus unterhalten die Johannes-Anstalten Behindertenwerkstätten für 470 Personen und eine Neurologisch-Psychatrische Klinik mit 37 Betten. Zu den Anstalten gehört eine evangelische Kirche, ein Café sowie eine Turnhalle. Die Anstalten beschäftigen in Mosbach und ihren Außenstellen in Süddeutschland rund 2.500 Menschen.
Medien
In Mosbach erscheint als Tageszeitung eine Lokalausgabe der in Heidelberg erscheinenden Rhein-Neckar-Zeitung.
Öffentliche Einrichtungen
Mosbach ist Sitz des Landratsamts Neckar-Odenwald-Kreis. Ferner gibt es hier ein Amtsgericht und ein Landgericht, ein Finanzamt und ein Notariat.
Bildung
In Mosbach gibt es eine Berufsakademie mit einer Außenstelle in Bad Mergentheim.
Mosbach hat zwei allgemeinbildende Gymnasien (Auguste-Pattberg-Gymnasium und Nicolaus-Kistner-Gymnasium) eine Realschule (Pestalozzi-Realschule), zwei Förderschulen (Comenius-Schule Neckarelz und Hardberg-Schule) sowie mehrere Grundschulen, Hauptschulen bzw. Grund- und Hauptschulen (Auguste-Pattberg-Hauptschule Neckarelz, Clemens-Brentano-Grundschule Neckarelz, Grundschule Diedesheim, Grundschule Lohrbach, Lohrtal-Schule Grund- und Hauptschule mit Werkrealschule, Müller-Guttenbrunn-Schule Grund- und Hauptschule mit Werkrealschule, Waldstadt-Grundschule, Waldsteige Grundschule, und Wilhelm-Stern-Grundschule).
Der Neckar-Odenwald-Kreis ist Träger der Augusta-Bender-Schule (Berufsschule für Hauswirtschaft, Landwirtschaft, Altenpflege, Berufsvorbereitungsjahr und Sozialpflege; 2jährige Weiterbildungen Gerontopsychiatrie und zur Stationsleitung), der Gewerbeschule Mosbach und der Ludwig-Erhard-Schule (Kaufmännische Schule).
Die Privatschulen Abendrealschule der Volkshochschule Mosbach, Berufsfachschule für Altenpflege der Johannes Seniorendienste e.V., Schule für Geistigbehinderte der Johannes-Anstalten Mosbach und Sonderberufsschule am Berufsbildungswerk Mosbach ergänzen das schulische Angebot in Mosbach darüberhinaus.
Persönlichkeiten
Ehrenbürger
Die Stadt Mosbach bzw. die heute zu Mosbach gehörigen Gemeinden haben folgenden Personen das Ehrenbürgerrecht verliehen: thumb|Das Haus Kickelhain thumb|Im Malerwinkel
- 1909: Eduard Schifferdecker
- 1909: Friedrich Lück
- 1923: Dr. Leopold Löwenstein
- 1923: Christoph Gänzler
- 1931: Jakob Renz, Bürgermeister
- 1931: Peter Fiedler
- 1945: Dr. Eugen Boulanger, Bürgermeister
- 1953: Wilhelm Kapferer
- 1957: Wilhelm Schwarz, Bürgermeister
- 1960: Albert Schneider (Sattelbach)
- 1965: Leonhard Mezler (Lohrbach)
- 1972: Josef Krämer, kath. Priester, Dekan
- 1972: Dr. Ernst Brüche
- 1973: Prof. Friedrich Liebig (Neckarelz)
- 1975: Heinrich Weber (Neckarelz)
- 1975: Wilhelm Weißbrod (Neckarelz)
- 1980: Curt W. Baumann
- 1983: Dr. Erich Weiler
- 1991: Dr. Franz-Heinrich Dörzenbach
- 1992: Hermann Backfisch
- 1993: Fritz Baier, Oberbürgermeister
Söhne und Töchter der Stadt
- 1558, 27. September, Quirinius Reuter, † 22. März 1613 in Heidelberg, reformierter Theologe
- 1529-1583, Nicolaus Cisnerus, Jurist, der "berühmteste Sohn der Stadt Mosbach", nach ihm wurde das Realgymnasium 1959 benannt
- Johannes Cisnerus, 1617- 1620 Spitalprediger in Heidelberg
- 1792, 22. April, Wilhelm Stern, † 31. März 1873 in Karlsruhe, Seminardirektor und Freund Pestalozzis
- 1846, 20. März, Augusta Bender, in Schefflenz, † 16. Sept. 1924 in Mosbach, Bauerntochter, Telegrafistin, Lehrerin, (Heimat-)Schriftstellerin, die ihren Lebenstraum vom Weg in die weite Welt mühsam verwirklichte.
- 1848, 18. Mai, Adolf Buchenberger, † 20. Februar 1904 in Karlsruhe, badischer Finanzminister
- 1958, 25. Juli, Karlheinz Förster, Fußballspieler
Bekannte Einwohner
aktuell
- Fanny Morweiser, Krimiautorin
ehemalige
- Hans Martin Bury, SPD Politiker
- Oskar Saier, früherer Erzbischof der Erzdiözese Freiburg
- Claudius Eckert, Abt Johannes Eckert von St. Bonifaz und Andechs
- Max Güde, Jurist, CDU-Politiker
- Ernst Brüche, Physiker
- Heinz Lieberich, Rechtshistoriker
Literatur
- Badisches Städtebuch; Band IV 2. Teilband aus "Deutsches Städtebuch. Handbuch städtischer Geschichte - Im Auftrage der Arbeitsgemeinschaft der historischen Kommissionen und mit Unterstützung des Deutschen Städtetages, des Deutschen Städtebundes und des Deutschen Gemeindetages, hrsg. von Erich Keyser, Stuttgart, 1959
- Bender Augusta, Gesammelte Werke. Odenwälder, Buchen. 1996, ISBN 3-929295-21-0.
Weblinks
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