Mudschahid
Der Ausdruck Mudschahid (Muğāhid, pl. -ūn oder -īn) (arabisch: مجاهد) weitere Schreibweisen: Mudschahed, Mudschaheddin; Mujahid; Moudjahid etc.; eigentl.: „der sich anstrengt“) bezeichnet allgemein jemanden, der sich um Verteidigung, Verbreitung oder auch persönliche Umsetzung des Islam bemüht.
Der mit Dschihad verwandte Ausdruck ist Selbstbezeichnung vieler islamischer Widerstandskämpfer.
Mujahedin ist eine Bezeichnung für die verschiedenen Guerilla-Gruppierungen, die von 1979 – 1989 gegen die sowjetischen Invasoren in Afghanistan kämpften, mit Unterstützung aus Pakistan, Saudi-Arabien, den USA und (in geringerem Maße) auch aus Großbritannien. Nach dem Abzug der sowjetischen Truppen 1989 kam es zum Bürgerkrieg zwischen den verschiedenen Mujahedin-Gruppierungen, aus dem die Taliban als Sieger hervorgingen. Der bekannteste afghanische Mudschahid-Anführer war Ahmad Schah Massoud, genannt der „Löwe von Pandschir“, der aus dem Pandschirtal im Norden des Landes die so genannte Nordallianz befehligte.
Der berühmteste deutsche Mujahid und Bundesverdienstkreuzträger ist – und das als Christ – Dr. med. Reinhard Erös der in den Afghanistankrieg nicht gekämpft sondern viel mehr Menschen als Arzt gerettet hat. Er ist auch mit seinen Buch „Tee mit dem Teufel - Als deutscher Militärarzt in Afghanistan“ in Deutschland berühmt geworden und hat dadurch sehr viele Preise gewonnen. Zur Zeit arbeitet Dr. med. Erös ehrenamtlich für die Errichtung von Schulen in Afghanistan.
