Schwarzriesling
Schwarzriesling ist eine rote Rebsorte, die mit der Weißwein-Rebe Riesling nur Wuchs und Form gemeinsam hat, ansonsten jedoch schon vor über 400 Jahren aus Blauen Spätburgunder-Reben in Frankreich gezüchtet wurde. In Frankreich trägt die Sorte den Namen Pinot Meunier. Meunier heißt Müller, und diesen Namen hat sie deshalb, weil ihre stark behaarten Blätter auf der Unterseite aussehen, als wären sie mit Mehl bestäubt. In Deutschland ist ein Synonym für den Schwarzriesling deshalb auch Müllerrebe, in Österreich (Steiermark) Blaue Postitschtraube und in Australien Millers Burgundy. Eine unbehaarte Mutation des Schwarzriesling ist die Rebsorte Samtrot.
Die Rebsorte stellt an Boden und Klima geringere Ansprüche als Spätburgunder und gilt infolge des späten Austriebs als spätfrostunempfindlich. Die Trauben liefern einen Wein mit rubin- bis ziegelroter Farbe und fruchtigem Aroma, der gerne als Dämmerschoppen aber auch zu Fleischgerichten oder in Verbindung mit Käse getrunken. In der Champagne nimmt der Schwarzriesling 50% der Rebfläche ein und ist neben Spätburgunder und Chardonnay Bestandteil des Champagners
Die Anbaufläche in Deutschland (Stand: 1. März 2004) umfaßt 2.517 ha (= 2,4 % der Rebfläche).
