Mülligen AG
| Wappen | |
|---|---|
| 98px|Wappen von Mülligen
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| Basisdaten | |
| Kanton: | Aargau |
| Bezirk: | Brugg |
| BFS-Nr.: | 4107 |
| PLZ: | 5243 |
| Koordinaten: | 47° 28' n. Br. 8° 14' ö. L. |
| Höhe: | 363 m ü. M. |
| Fläche: | 3.16 km² |
| Einwohner: | 840 (31. Dezember 2004) |
| Website: | www.muelligen.ch |
| Karte | |
| 299px|Karte von Mülligen
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Mülligen ist eine Gemeinde im Bezirk Brugg des Schweizer Kantons Aargau. Sie liegt rund drei Kilometer südöstlich des Bezirkshauptorts.
| Inhaltsverzeichnis |
Geographie
Das Dorf liegt im nordöstlichen Teil des flachen und fruchtbaren Birrfelds auf einer Schotterterrasse, südlich der Reuss. Unmittelbar vor dem Flussufer fällt die Ebene steil ab, da sich der Fluss hier im Laufe der Jahrtausende durch eine rund 40 Meter tiefe Schlucht gegraben hat. Die Gemeindegrenze wird im Norden und Osten durch die Reuss gebildet. Im Südwesten erhebt sich der Eiteberg (500 Meter), an dessen Südseite liegt der Weiler Trotte.
Die Fläche der Gemeinde beträgt 316 Hektaren, davon sind 107 Hektaren bewaldet und 70 Hektaren überbaut. Der höchste Punkt ist der Gipfel des Eitebergs, die tiefste Stelle liegt auf rund 335 Metern an der Reuss.
Nachbargemeinden sind Birmenstorf im Norden und Osten, Birrhard im Süden, Lupfig und Hausen im Westen sowie Windisch im Nordwesten.
Geschichte
"Mulinon" wurde erstmals 1273 urkundlich erwähnt. Wahrscheinlich stammt der Name von der Mühle ab, die hier im 11. Jahrhundert erbaut worden war. Diese war bis 1914 in Betrieb und steht heute unter Denkmalschutz. Mülligen lag im Eigenamt; dieses gehörte den Habsburgern, deren Stammsitz nur etwa drei Kilometer entfernt im Wesen liegt. 1308 gingen die Grund- und Gerichtsherrschaft an das in jenem Jahr gegründete Kloster Königsfelden in Windisch über.
1415 wurde das Eigenamt ein Untertanengebiet der Stadt Bern und lag damit im so genannten Berner Aargau. Als nach der Reformation von 1528 das Kloster Königsfelden aufgehoben wurde, gingen sämtliche Rechte an die Stadt Bern über. Von 1769 bis 1771 lebte hier der Reformpädagoge Johann Heinrich Pestalozzi, bevor er sich dann im nahen Birr niederliess. Sein einziger Sohn Hans Jakob wurde in Mülligen geboren.
1798 endete die Herrschaft der Berner, als die Franzosen die Helvetische Republik ausriefen und Mülligen zum neuen Kanton Aargau gelangte. Seit 1803 gehört auch die Nachbargemeinde Birmenstorf dazu, nachdem der Kanton Baden aufgelöst und die Franzosen wieder abgezogen waren.
Bis etwa 1960 stagnierte die Bevölkerungszahl, die Landwirtschaft wurde nach 1900 immer mehr durch Kleingewerbe und Dienstleistungsbetriebe verdrängt. Durch die Eröffnung der Autobahn wurde Mülligen für Pendler leichter erreichbar und die Zahl der Einwohner hat sich in den letzten vierzig Jahren mehr als verdoppelt.
Bevölkerung
| Bevölkerungsentwicklung | |
|---|---|
| Jahr | Einwohner |
| 1900 | 374 |
| 1930 | 357 |
| 1950 | 377 |
| 1960 | 377 |
| 1970 | 433 |
| 1980 | 482 |
| 1990 | 674 |
| 2000 | 780 |
Am 31. Dezember 2004 lebten 840 Menschen in Mülligen, der Ausländeranteil betrug 9,2 %. Bei der Volkszählung 2000 waren 52,7 % reformiert und 34,7 % römisch-katholisch; 1,3 % gehörten anderen Glaubensrichtungen an. 94,9 % bezeichneten Deutsch als ihre Hauptsprache, 1,3 % Französisch, 1,0 % Italienisch.
Behörden
Die Versammlung der Stimmberechtigten, die Gemeindeversammlung, übt die Legislativgewalt aus. Ausführende Behörde ist der Gemeinderat. Seine Amtsdauer beträgt vier Jahre und er wird im Majorzverfahren (Mehrheitswahlverfahren) vom Volk gewählt. Er führt und repräsentiert die Gemeinde. Dazu vollzieht er die Beschlüsse der Gemeindeversammlung und die Aufgaben, die ihm von Kanton und Bund zugeteilt wurden.
Die 5 Gemeinderäte sind:
- Hans Ulrich Bracher, Gemeindeammann
- Catherine Hagler, Vize-Gemeindeammann
- Leo Grünenfelder
- Felix Kaufmann
- Robert Weichselbraun
Für Rechtsstreitigkeiten ist das Bezirksgericht Brugg zuständig. Mülligen gehört zum Friedensrichterkreis Windisch.
Wirtschaft
Es gibt rund 130 Arbeitsplätze in Mülligen, davon über die Hälfte im Dienstleistungssektor. Die wichtigsten Arbeitgeber sind ein Kieswerk der Holcim und Swissgenetics, eine Besamungsstation für Rinder. Die meisten Erwerbstätigen sind Wegpendler und arbeiten in Brugg, Baden oder den Nachbargemeinden im Birrfeld (vor allem Birr, Lupfig und Mägenwil).
Verkehr
Durch das Dorf führt die Kantonsstrasse von Brugg nach Mellingen. Zwischen diesen Orten verkehrt auch eine Postautolinie. Eine Brücke führt über die Reuss nach Birmenstorf. Auf dem Gemeindegebiet liegt das Autobahndreieck Birrfeld, wo die A3 auf die A1 trifft. Der nächste Autobahnanschluss befindet sich knapp zwei Kilometer nordwestlich zwischen Lupfig und Hausen.
Bildung
In Mülligen gibt es einen Kindergarten und eine Primarschule. Sämtliche Oberschulstufen der obligatorischen Volksschule können in Windisch besucht werden. Die nächstgelegenen Kantonsschulen (Gymnasien) befinden sich in Aarau und Baden.
Weblinks
- Offizielle Website der Gemeinde Mülligen
- Swissgenetics – Besamungsstation für Rinder
- Postautolinie Brugg - Mülligen - Birrhard - Mellingen
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