Mund
| left|25px|Begriffsklärung | Dieser Artikel behandelt die Körperöffnung Mund, für die Gemeinde im Schweizer Kanton Wallis siehe Mund VS |
thumb|Sagittalschnitt durch den Mund Mit einem Mund wird bei allen Lebewesen die Körperöffnung bezeichnet, durch die Nahrung aufgenommen wird.
Je nach Lebewesen und äußerer Struktur bzw. Funktion des Mundes werden auch andere Bezeichnungen verwendet, beispielsweise Mundwerkzeuge, Maul oder Schnabel. In Süddeutschland wird der Mund auch als Fotzn bezeichnet.
Entwicklungsbiologie
Tiere besitzen in der Regel ein Verdauungssystem, in das Nahrung durch den Mund aufgenommen und durch den After ausgeschieden wird. Welche der beiden Körperöffnung in der Ontogenese zuerst gebildet wird, bestimmt die Klassifizierung der Tiere als Urmünder (Protostomia, Mund zuerst) oder Neumünder (Deuterostomia, After zuerst).
Manche Tiere, wie Cnidarien oder Planaria, besitzen keinen After; sie scheiden die Verdauungsreste wieder durch den Mund aus. Brachiopoden scheiden gar nicht aus, sie verdauen ohne Überreste. Andere Tiere, wie der Bandwurm, besitzen überhaupt keinen Mund. Da sie im Verdauungssystem eines anderen Tieres leben, erhalten sie die verdaute Nahrung von ihrem Wirtstier an ihrer Aussenhaut, wo sie sie direkt aufnehmen.
Mund des Menschen
Beim Menschen bilden der Mund und seine Teile die vordere Öffnung des menschlichen Verdauungstraktes. Neben seinen Verdauungsfunktionen, dem Kauen – also Zerkleinern und Einspeicheln – dient er außerdem der Stimmbildung und kann zur Atmung genutzt werden. Die Lippen drücken zusammen mit der mimischen Muskulatur menschliche Gefühle aus. Der Mundraum geht in den Rachenraum über.
