Muskelkater

Nach sportlicher Anstrengung treten besonders bei hohen Belastungen oder untrainierten Muskelpartien Schmerzen auf; der sog. Muskelkater. Meistens macht sich dieser erst Stunden nach dem Sport bemerkbar.

Die Bezeichnung Kater leitet sich wohl von Katarrh ab.

Man ist sich noch nicht vollends über die Ursachen des Muskelkaters einig. Früher ging man von einer Übersäuerung des Muskels durch Milchsäure (Laktat, Salz der Milchsäure) aus. Diese These ist jedoch inzwischen aus folgenden Gründen als unhaltbar erkannt worden:

Heute geht man davon aus, dass - so zeigen Beobachtungen - durch die Überbelastung kleine Risse im Muskelgewebe auftreten. Die Entzündungen, die durch die Risse entstehen, führen durch Eindringen von Wasser zum Anschwellen des Muskels; dies führt zu dem hier thematisierten Dehnungsschmerz.

Nach einer Studie in Australien (BMJ Paper) verringern Dehnungsübungen vor oder nach dem Training einen Muskelkater nur in vernachlässigbar geringem Umfang. Auch vorheriges "Aufwärmen" kann nicht vor Rissen, die aus einer Überbeanspruchung von Muskelfasern herrühren, schützen. Massagen tragen nicht zur Heilung eines Muskelkaters bei, sondern sind eine zusätzliche mechanische Irritation der Muskulatur, und deswegen abzulehnen. Wärmebahandlungen, etwa durch Bäder oder Saunabesuche, können dagegen den Schmerz mildern und zu einer schnelleren Reparatur der Muskelfasern beitragen, da die Durchblutung der Muskeln gesteigert wird.

Weblinks

See also: Muskelkater, Badekultur, Entzündung, Halbwertzeit, Hypothese, Katarrh, Krafttraining, Laktat, Massage, Meter