Muspilli

Das Muspilli ist neben dem Hildebrandslied die einzige erhaltene umfangreiche althochdeutsche Stabreimdichtung, die Form ist allerdings nicht konsequent durchgehalten, und es finden sich auch Endreime.

Das um 870 entstandene Werk ist auf einigen freien Seiten und Seitenrändern einer Handschrift aus dem Besitz Ludwigs des Deutschen aufgezeichnet, Anfang und Ende sind verloren gegangen. Es wurde 1817 entdeckt und erstmals von Johann Andreas Schmeller 1832 veröffentlicht. Die Bedeutung des Wortes Muspilli ist ungeklärt, bevorzugt wird die Vermutung, es handele sich um ein altnordisches Wort, das Weltuntergang durch Feuer bedeute.

Die Dichtung vom Weltende stellt im ersten Teil das Schicksal des Menschen nach dem Tode dar, berichtet in einem zweiten Teil vom Kampf des Propheten Elias mit dem Antichrist und schildert schließlich das Jüngste Gericht.

Weblinks

See also: Muspilli, 1817, 870, Althochdeutsch, Antichrist, Elija, Hildebrandslied, Johann Andreas Schmeller, Jüngstes Gericht, Ludwig der Deutsche