Nadeldrucker
Ein Nadeldrucker gehört wie sein Vorgänger, der Typenraddrucker, zu den Impact-Druckern. Da die Zeichen mittels einer Matrix erzeugt werden, zählt er wie auch der Tintenstrahldrucker zu den Matrixdruckern.
Beim Druckvorgang schlagen einzeln angesteuerte Nadeln (9,12,18,24 od. 48 Stk.) auf ein Farbband zwischen Papier und Druckkopf, wodurch die Bildpunkte abgebildet werden, aus denen sich die Zeichen zusammensetzen. Je höher die Anzahl der Nadeln ist, desto enger können die Punkte gesetzt werden und desto besser wird das Druckbild. Mit dieser Technik erreicht man je nach Typ und Druckqualität eine Druckgeschwindigkeit von bis zu 1000 Zeichen pro Sekunde.
Nadeldrucker können je nach Typ sowohl Text als auch Grafiken monochrom und in Farbe drucken. Bei einem Farb-Nadeldrucker besteht das Farbband aus den Grundfarben Rot, Gelb und Blau (vgl. Cyan, Magenta und Yellow -> subtraktive Farbmischung). Die Nadeln drücken dann jeweils für den selben Buchstaben die verschiedenen Farbe so kombiniert auf das Papier, dass schließlich die gewünschte Farbe entsteht.
Nadeldrucker werden auch in technischen Geräten wie Fahrscheinentwertern, Kaufhauskassen und Parkautomaten verwendet, da sie wenig Wartung erfordern und die Ausdrucke beständig sind.
Während der Typenraddrucker so gut wie überhaupt nicht mehr in Gebrauch ist, findet man den Nadeldrucker noch häufig in Firmen, da er zuverlässig und preisgünstig ist.
Vorteile:
- Drucken mit Durchschlägen möglich
- Jede Art von Papier bedruckbar
- geringe Verbrauchskosten (Farbband)
- dokumentenecht
- kann Endlospapier bearbeiten
- wasserfester Ausdruck
Nachteile:
- Lärmbelästigung
- geringe Druckgeschwindigkeit
- mittlerweile hoher Anschaffungspreis
- nicht alle Zeichen und Grafiken werden gedruckt
- keine Folien bedruckbar
