Naginata
Das Naginata (Jap. 薙刀 oder 長刀, wörtl. Niedermähendes Schwert bzw. Langes Schwert) ist eine Schwertlanze die zwischen 150 und 200 Zentimeter lang ist. Man vermutet das sie in Japan während der Nara-Periode (710-784 n. Chr.) entstanden ist und später von Mönchen, Kriegern (Bushi) und Fußsoldaten verwendet wurde.
Sie besteht grundsätzlich aus einem Stock und einer Klinge, welche verschieden verarbeitet und geschwungen sein kann. Die Klinge wurde wie beim Katana auf eine besondere Art geschmiedet. Zu jener Zeit gab es verschiedene Sorten von Naginata oder krummförmigen Speer. Der gebräuchlichste Speer dieser Zeit hatte eine rohrförmige Klinge von einem Meter Länge, der Griff war mit starken Riemen umwunden und länger als die Klinge.
Ein Kämpfer mit einer Naginata hat eine große Reichweite und kann mit der Klinge enormen Schaden anrichten. Durch die Hebelwirkung sind schwungvolle und sehr starke Hiebe möglich und man kann beide Seiten sowohl als Angriffs- als auch als Blockfläche verwenden. In früheren Zeiten wurde die Naginata in großen Kreisen geschwungen, meistens mit dem Ziel, das Pferd eines Angreifers zu verstümmeln, um sich anschließend dem gefallenen Reiter zu widmen.
Die Länge der Waffe gereicht einem einzig in engen Räumen zum Nachteil, da dort wenig Platz zum Ausholen vorhanden ist.
Es gibt heute unterschiedliche Naginata-Stile, die von einer großen Anzahl von Schulen weltweit gelehrt werden. Naginatadō gehört wie der Schwertkampf und das Bogenschiessen mit zu den ältesten Kampfkünsten Japans.
Heute wird Naginatadō in Japan vor allem an Mädchenschulen unterrichtet. Seit kurzem gewinnt es auch in den USA an Popularität und in kleinerem Ausmaß auch in Europa.
Siehe auch
Weblinks
- Naginata Home Page (englisch)
