Nationalratspräsident (Schweiz)

Der Nationalratspräsident der Schweiz ist Vorsitzender des Nationalrates sowie der Vereinigten Bundesversammlung, er leitet die Sitzungen und hat vor allem administrative Aufgaben. Seine einzige tatsächliche Macht besteht darin, dass er bei Stimmengleichheit den Stichentscheid hat, da er aber bei der Abstimmung nicht mitstimmen darf, ist dies auch kein Vorteil für ihn. Im weiteren würde er, falls der Gesamtbundesrat ausfallen würde (etwa im Falle eines Attentates), die Regierungsgeschäfte vorübergehend übernehmen. Es hat sich eingebürgert, dass der Nationalratspräsident im Turnus von den vier grössten Fraktionen gestellt wird. Er gilt im Volksmund als höchster Schweizer.

Am Anfang einer neuen Legislatur führt ein Alterspräsident das Amt bis zur Wahl eines neuen Präsidenten. Jedes Jahr in der Wintersession wird der Präsident samt Vertretern vom Nationalrat gewählt; für die Periode 2004/05 sind bestimmt worden:

Es ist üblich, dass der zweite Vizepräsident im folgenden Jahr zum ersten Vizepräsident und wieder ein Jahr später zum Präsidenten nachrückt.

Ende Dezember 2004 wurde beim für die Periode 04/05 gewählten Präsidenten Jean-Philippe Maitre ein Gehirntumor festgestellt. Maitre gab deshalb seinen Rücktritt per 1. März 2005 als Präsident und Mitglied des Nationalrates bekannt. Am 8. März 2005 wurde Thérèse Meyer zu seiner Nachfolgerin gewählt.

Weblinks

See also: Nationalratspräsident (Schweiz), 1. März, 2004, 8. März, Bundesrat (Schweiz), Christlichdemokratische Volkspartei, Freisinnig-Demokratische Partei, Jean-Philippe Maitre, Kanton Aargau, Kanton Basel-Landschaft