Naturgarten
Von Naturgarten (korrekterweise "naturnaher" Garten, manchmal auch "Ökogarten") spricht man, wenn ein Garten neben der ästhetischen Funktion naturnah konzipiert und realisiert wird mit möglichst einheimischen Pflanzen, bzw. solchen, die der Tierwelt - Schmetterlingen, Käfern, Vögeln, Igel und andere Kleinlebewesen - artenreiche Lebensräume bietet. Eine ungemähte Wiese und Wildwuchs stellen noch keinen Naturgarten dar, wenn auch spontane Vegetation begrenzt zugelassen wird!
Im naturnahen Garten haben Unkrautgifte, chemische Düngungsmittel und Schneckengifte nichts verloren, aber ein Komposthaufen, eine Regentonne, Unterschlupfmöglichkeiten für Bodentiere, sowie Nisthilfen für Vögel, ein Totholzhaufen für Kleinlebewesen, eine Trockenmauer, ein Teich gehören dazu. Oft wird auch eine Kräuterspirale angelegt, das Dach oder Wände begrünt. Versiegelte Flächen werden möglichst gering gehalten, um die Wasserdurchlässigkeit zu erhalten. Ein Naturgarten leistet einen kleinen Beitrag zurm Umweltschutz.
In einer Welt, die immer mehr von Technik regiert wird, kann solch ein Garten, dem Biogarten - sehr ähnlich, so eine Oase für die bedrohte Natur in unserer "aufgeräumten" Kulturlandschaft sein, der die Sinne anspricht: es duftet nach frischer Erde und Blüten, gibt mit Obst und Gemüse Leckeres für die Küche, der Hörsinn freut sich an Tierlauten. Ein naturnaher Garten ist eigentlich automatisch ein kinderfreundlicher Garten, denn besonders Kindern macht es Spaß, hier noch ein Stück Natur hautnah erleben zu können..
Literatur
- Marie Luise Kreuter Der Biogarten 360 S. BLV München 2000
- Dr. Reinhard Witt Der NaturGarten lebendig, schön, pflegeleicht - Pflanzvorschläge für alle Standorte BLV München 2001
- Dr. Reinhard Witt / Fritz Hilgenstock Naturgarten-Baubuch Callwey München 2003
