Nowogrodziec

Nowogrodziec [nɔvɔˈgrɔʥɛʦ] (deutsch Naumburg am Queis) ist eine niederschlesische Kleinstadt am Ostufer des Queis. Sie liegt im Westen Polens und gehört zum Kreis Bunzlau (Powiat Bolesławiecki) in der Woiwodschaft Niederschlesien (polnisch Województwo Dolnośląskie). Die südwestlich von Bunzlau (Bolesławiec) gelegene Stadt hat heute 4268 Einwohner und ist Mitglied der Euroregion Neiße.

Als Stadt wurde Naumburg 1233 von Herzog Heinrich I. von Schlesien an der Furt der nördlichen Hohen Straße durch den Queis gegründet und mit Magdeburger Stadtrecht versehen. In der Stadt bestand vom 13. Jahrhundert an ein Kloster der Magdalenerinnen, von dem nur mehr Ruinen erhalten sind. Bis 1815 war Naumburg Grenzstadt zur Oberlausitz. Neben der Tuchmacherei wurde in Naumburg hauptsächlich Keramik hergestellt. Die Stadt war die schlesische Töpferstadt und lag in der Bedeutung und Größe der Innung weit vor dem für seine Töpfereien bekannteren Bunzlau.

Gemeinde

Die Gmina (Großgemeinde) Nowogrodziec umfasst ein Territorium von 176 km² und hat 14981 Einwohner. Zu ihr gehören folgende Orte:

Literatur

Micke, Franz: Urkundliche Geschichte der Stadt u. des früheren Klosters Naumburg am Queis. Bunzlau, 1844

Weblinks


See also: Nowogrodziec, 13. Jahrhundert, 1815, Bolesławiec, Bunzlau, Deutsche Sprache