Navis

Navis ist eine Gemeinde im Bezirk Innsbruck Land, Tirol (Österreich).

Lage

Navis liegt im 10 km langen Navistal, das bei Matrei östlich vom Wipptal abzweigt und vom Navisbach durchflossen wird. Das ausgedehnte Gemeindegebiet erstreckt sich von der Sill bis zum 2359 m hohen Klammjoch und dem 2886 m hohen Lizumer Reckner in den Tuxer Alpen. Ein Teil des Gemeindegebiets gehört zum Truppenübungsplatz Wattener Lizum. Ortsteile sind Außernavis mit Mühlen, Hölltal, St. Kathrein, Partull, Außerweg, Unterweg mit Kotsutt, Kopfers, Kohlstatt und Oberweg mit Grün, Häuserer, Tremler, Gänsetrater.

Nachbargemeinden

Matrei am Brenner, Mühlbachl, Pfons, Schmirn, Steinach am Brenner, Tulfes, Tux, Volders, Wattenberg.

Geschichte

Die Herkunft des Ortsnamens ist ungeklärt. Er leitet sich entweder von der indogermanischen Wurzel "nav" (fließen, schwimmen) oder vom lateinischen "in abisso" (in der Schlucht) ab. Römische Münzfunde belegen die Anwesenheit der Römer in diesem Gebiet. Die vordringenden Bajuwaren nutzten das Tal als Weide-, Alm- und Jagdgebiet, eine dauerhafte Besiedlung erfolgte erst gegen Ende des 13. Jahrhunderts. Eine größere Grundherrschaft war das niederbayrische Benediktinerkloster Biburg sowie die Herren von Aufenstein. Im 15. und 16. Jahrhundert wurden Kupfer und Silber abgebaut.

Ein bedeutender Sohn der Gemeinde ist der Pfarrer und Kirchenbaumeister Franz de Paula Penz (1707-1772).

See also: Navis, Absam, Aldrans, Ampass, Axams, Baumkirchen, Bezirk Innsbruck Land, Biburg